Zum Thema:

05.12.2019 - 10:43Offener Brief an LH: „Herberge für Menschen in Not“04.12.2019 - 08:56Suchtgiftring zer­schlagen: 16 Personen ver­haftet03.12.2019 - 11:47Frauen­bildungsfonds: Für eine existenz­sichernde Zukunft03.12.2019 - 11:152019: Rekordjahr der Kärntner Bau­wirtschaft
Wirtschaft - Kärnten
SYMBOLFOTO © Fotolia 212176863

Tipps vom EVZ:

Probleme bei Paket­zu­stellung: Was du tun kannst!

Kärnten – Weihnachten naht mit schnellen Schritten. Die Anzahl der Online-Käufe und Paketzustellungen schnellt in die Höhe – ebenso die Zahl der Anfragen und Beschwerden bei Verbraucherorganisationen. Wer haftet, wenn das Paket beschädigt ist oder verloren geht? Darf der Zusteller ein zu lieferndes Paket einfach vor die Tür stellen? Und muss man Ware originalverpackt zurückschicken? Reinhold Schranz, Jurist beim Europäischen Verbraucherzentrum Österreich, gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen.

 3 Minuten Lesezeit (371 Wörter) | Änderung am 25.11.2019 - 09.43 Uhr

Wer haftet für Transportschäden oder Verlust?

Laut EVZ haftet das Unternehmen. Es sei denn, ein anderer Beförderer wurde auf eigenen Wunsch vereinbart. In diesem Fall trägt der Verbraucher ab Übergabe der Ware an den gewählten Lieferdienst auch das Risiko, falls das Paket beschädigt wird oder verloren geht.

Dass Paketzusteller nicht immer „zärtlich“ mit den Paketen umgehen, zeigt ein Video, dass uns von einem Leser zugespielt worden ist:

Darf mir der Zusteller das Paket vor die Tür stellen?

Das kommt in der Praxis oft vor, darf aber laut EVZ eigentlich nicht sein. Falls das Paket dann verloren geht oder beschädigt wird, ist aber der Versender dafür verantwortlich. Auf der sicheren Seite sollte man bei Zustellung mittels Post sein: Denn diese muss zwingend an eine Abgabestelle liefern. Bei anderen Zustellern kann das aber anders geregelt sein.

Gilt die Abgabe an einen Nachbarn als „rechtmäßig zugestellt“?

Es ist laut Europäischem Verbraucherzentrum nicht einheitlich geregelt, an wen Pakete ersatzweise übergeben werden können. Paketdienste handhaben dies unterschiedlich. Die Post AG sieht in ihren Geschäftsbedingungen beispielsweise vor, dass Pakete auch an Hausnachbarn übergeben werden können. Wenn man das ausschließen will, muss beim Postamt dagegen Einspruch erhoben werden.

Wer trägt die Kosten für das Rückporto?

Wenn Konsumenten bei online bestellter Ware von ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch machen, dann müssen sie die Rücksendekosten laut EVZ auch tragen. Oft übernimmt aber die Firma die Kosten. Hat der Unternehmer nicht darüber informiert, dass der Verbraucher die Kosten zu tragen hat, dann muss er selbst dafür aufkommen. Anders geregelt ist dies bei einer Rücksendung im Gewährleistungsfall (d.h. wenn die bestellte Ware schadhaft oder zugesicherte Eigenschaften nicht erfüllt sind): Dann muss der Händler die Kosten der Rücksendung tragen.

Muss ich eine Ware „originalverpackt“ zurückschicken?

Nein. Die Ware muss aber so zurückgeschickt werden, dass sie unversehrt beim Empfänger ankommt.
Wer kann bei Reklamationen Hilfestellung geben?

Bei einem Problem mit einem Händler im EU-Ausland kann man sich an das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Österreich wenden (Tel. 01/58877 81, www.europakonsument.at).

Kommentare laden
ANZEIGE