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Polizisten Daniel Goi und Walter Tillian der Autobahnpolizeiinspektion Villach wurden zu Lebensrettern.
Polizisten Daniel Goi und Walter Tillian der Autobahnpolizeiinspektion Villach wurden zu Lebensrettern. © LPD Kärnten

Auf Autobahnbrücke

Zwei Kärntner Polizisten retteten Frau das Leben

Kärnten – Zu Lebensrettern wurden die Polizisten Daniel Goi und Walter Tillian der Autobahnpolizeiinspektion Villach. Eine Frau versuchte sich von einer hohen Brücke zu stürzen. Den beiden Beamten gelang es mit viel Fingerspitzengefühl und einem beherzten Zugriff, die Frau vor dem sicheren Tod zu bewahren.

 3 Minuten Lesezeit (365 Wörter) | Änderung am 26.11.2019 - 14.27 Uhr

In den Vormittagsstunden des 24. November 2019 beobachtete ein Autofahrer eine Frau auf einer Autobahnbrücke entlang der A2. Sie stand bereits zwischen der Leitschiene und dem Brückengeländer und machte Anstalten, das Geländer zu überklettern und hinunterzuspringen. Die verständigte Streife der Autobahnpolizei, Bezirksinspektor Goi und Gruppeninspektor Tillian verwickelten die offensichtlich verzweifelte Frau in ein Gespräch.

Mit viel Empathie und Behutsamkeit

„Die Situation war zu diesem Zeitpunkt bereits in einem kritischen Stadium. Die Frau vermittelte mit ihrer Gestik den Eindruck, dass sie jederzeit springen würde, sie beugte sich sogar so weit über das Geländer, dass sie lediglich mit der rechten Fußspitze die Balance halten konnte“, wird in einer Aussendung zum Vorfall beschrieben. Jede weitere Bewegung hätte in diesem Moment unweigerlich den Fall in die Tiefe bedeutet. Die Beamten näherten sich also behutsam und verwickelten sie in ein Gespräch. Als sie nahe genug an der Frau waren, packten die Beamten sie zeitgleich an ihrer Kleidung und konnten sie so aus dem Gefahrenbereich bergen. Auf Facebook gibt es für die Polizei, die ein Leben retteten, viel positive Worte.

Nicht immer geht so ein Einsatz gut aus

Diese Rettungsaktion war für die beiden Beamten auf der 35 Meter hohen Autobahnbrücke mit einem hohen persönlichen Risiko verbunden. Die Gefahr in solchen Situationen wird durch einen Fall aus den frühen 1990er Jahre deutlich: auch hier gelang es einem Kollegen am Autobahnkreuz Spittal-Millstättersee eine Person am Sprung in die Tiefe zu hindern. Der Beamte verlor bei der Rettungsaktion jedoch das Gleichgewicht und stürzte dabei selbst in den Tod.

Hilfe rund um die Uhr

In der Regel berichten wir nicht über Suizide oder Suizidversuche – außer es handelt sich um besondere Umstände. Wie heute, wenn zwei Polizisten zu Lebensrettern werden. Solltest du selbst das Gefühl haben, dass du Hilfe benötigst, kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge unter 142.

Die Telefonseelsorge bietet ein kostenloses, vertrauliches und an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbares Beratungsangebot – ein offenes Ohr, Entlastung und Unterstützung für alle Anrufenden, unabhängig von deren Alter, Geschlecht, Religion und sozialer Herkunft.

Du kannst die Telefonseelsorge auch online kontaktieren.

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