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Leute - Villach
© Fritz Hock/K3 Film Festival

Von 11. bis 15. Dezember

K3 Film Festival unter dem Motto „Welten Raum“

Villach – 40 Lang- und Kurzfilme, darunter viele Österreich- und Weltpremieren, stehen am Programm des K3 Film Festivals und lassen die cineastischen Herzen höher schlagen. Das festivalübergreifende Thema der bereits 13. Auflage lautet „Welten Raum“ und gewährt einen tiefen Einblick in die Lebenswelten der 3-Kulturen von Kärnten, Slowenien und Friaul-Julisch Venetien. An die 100 Filmschaffende werden an den fünf Tagen vom 11. bis 15. Dezember 2019 erwartet und werden im regen Austausch mit dem Publikum Filmkultur hautnah erleben lassen.

 3 Minuten Lesezeit (402 Wörter)

So eng der Fokus auch ist – alle Filme wurden in dem bespielten 3-Kulturen-Raum entweder gedreht, produziert oder es ist der Wohn-/Geburtsort der Regie – so weit das thematische Spektrum der Langfilme:

Die Filme im Überblick

Space Dogs der Kärntnerin Elsa Kremser ist ein dokumentarisches Märchen über Straßenhunde in Moskau, erzählt aber gleichzeitig von der Hündin Laika, die 1957 als erstes Lebewesen in einer Raumkapsel ins All geschossen wurde. Stories from the Chestnut Woods (Ö-Premiere), der beim slowenischen Filmfestival fast alle Preise abräumte, behandelt in wunderschön poetischen Bildern eine in sich zerfallende Gemeinschaft an der Grenze von Jugoslawien und Italien. Unfassbar, der Dokumentarfilm Daughter of Camorra (Ö-Premiere). Cristina „Nikita“ Pinto, gefürchtete Killerin der Camorra, kommt nach 24 Jahren Gefängnis frei und versucht sich zwischen Aggression und Resignation wieder ein normales Leben aufzubauen. Ebenso um einen Straftäter geht es in Consequences, hier aber um den 18-jährigen Andrej, der Teil einer gewaltbereiten Clique wird und dem charismatischen Anführer der Gruppe verfällt. Beschaulicher, aber nicht weniger dramatisch, geht es der Film Rosa (Ö-Premiere) an: Ein älteres Ehepaar aus Triest lebt sich nach dem plötzlichen Tod ihrer Tochter auseinander. Um wieder zueinander zu finden, müssen sie erst ihr eigenes Selbst wiederentdecken. Ungleich lustiger der heurige Eröffnungsfilm Paradise (Ö-Premiere) in dem ein Sizilianer im Zuge eines Zeugenschutzprogramms im kleinen friulanischen Dorf Sauris landet und zwischen Schnee und Schuhplattler am Ende der Welt sein neues Leben findet.

Erstmalig: Langfilmwettbewerb

Diese sechs Filme sind Teil des heuer erstmalig abgehaltenen Langfilmwettbewerbs dotiert mit 5.000 Euro. Das Preisgeld soll einen Kinostart in Österreich ermöglichen und diese cineastischen Perlen einem Publikum in ganz Österreich näherbringen. Im Langfilmpreis inkludiert sind 1.000 Euro an Sachleistungen von CinePostproduction.

Lokale Stärke bei Kurzfilmwettbewerb

Bei den Kurzfilmen kommt die lokale Stärke des Festivals voll zur Geltung. Udine, Ljubljana, Trieste, Villach, Klagenfurt, aber auch Abstecher nach Rom, Uganda und Südamerika – insgesamt 25 Kurzfilme bilden das weite Spektrum der Grenzregion ab und machen die reiche Sprachen- und Kulturvielfalt in komprimierter Form erlebbar. 18 Kurzfilme laufen im Kurzfilmwettbewerb, der insgesamt mit 2.300 Euro dotiert ist, acht Kurzfilme laufen außerhalb des Wettbewerbs in einem eigens für aufstrebende FilmemacherInnen geschaffenen Programm: Fresh Up! Zum Ausklang des Festivals kommt noch einmal das unabhängige Filmschaffen aus Kärnten zum Zug mit 500 Meter Luftlinie von Edwin Wiegele, Sine Legibus 1976 von Milena Olip und Looking for Victor von Gerhard Fresacher.

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