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Politik - Klagenfurt
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"Aufgaben des Ordnungsamtes sind klar geregelt"

Germ fordert neben Einsatz­telefon nun auch Heim­weg­telefon

Klagenfurt – Wie Vizebürgermeister Wolfgang Germ gestern, am 27. November 2019 in seiner Aussendung berichtete, ist das Einsatztelefon des Ordnungsamtes für die Klagenfurter Bevölkerung ab 16.30 Uhr nicht mehr erreichbar. Laut dem Freiheitlichen werde hier an der falschen Stelle gespart: „Die Sicherheit der Bevölkerung seitens des Ordnungsamtes [muss] auch in den Abendstunden gegeben sein.“ Auch die Bevölkerung kritisiert: Das Ordnungsamt würde nur Strafzettel verteilen. Germ fordert nun neben dem Einsatztelefon ein zusätzliches Heimwegtelefon.

 3 Minuten Lesezeit (439 Wörter)

Nach Rückfrage beim Ordnungsamt wurde dem freiheitlichen Vizebürgermeister Wolfgang Germ, gestern, am 27. November 2019, bestätigt, dass das Einsatztelefon für die Klagenfurter Bevölkerung ab 16.30 Uhr nicht mehr erreichbar ist. Bisher sei das Telefon für die Bürger bis 21 Uhr erreichbar gewesen. Germ zeigte sich entsetzt: „Laut Beschluss des Gemeinderates sind die Aufgaben des Ordnungsamtes klar geregelt und unter anderem selbstverständlich mit der Erreichbarkeit verbunden“,  stellt der Vizebürgermeister fest. Auch von den Klagenfurterinnen und Klagenfurter hagelte es Kritik: „Ich frage mich sowieso, für was das Ordnungsamt zuständig ist? Ich sehe die nur Strafzettel verteilen“, schreibt zum Beispiel eine Userin in den Kommentaren des gestrigen Artikels. Ein anderer ergänzt: „Die trauen sich eh bloß den ruhenden Verkehr zu kontrollieren.“ Zu anderen Plätzen würden sich die Ordnungshüter „eh nicht trauen“.

Beispielhaft wären, laut Germ, unter anderem Aufgabenbereiche wie das Weiterleiten von Anregungen, Wünschen und Beschwerden der Bevölkerung. Weiters das Melden von Gefahrenquellen und Hilfeleistung für Opfer einer Straftat.

Germ fordert Einführung eines Heimwegtelefons

„Gerade in den Abend und Nachtstunden sollte auch das von mir geforderte Heimwegtelefon, wie es beispielsweise in Graz in der Zeit von 22 Uhr bis 3 Uhr früh angeboten wird, eingeführt werden“, fordert der Vizebürgermeister. Dieser Meinung sei auch Gemeinderätin Iris Pirker Frühauf, welche einen solchen Service seitens der Stadt begrüßen würde: „Sehr häufig sind es Frauen, die sich in den Nachtstunden alleine auf den Straßen nicht sicher fühlen. […] Aus diesem Grund gehört dieser Service eingeführt“, betont Pirker-Frühauf.

„Die Bürger [würden] wegen allem Möglichen anrufen“

Weiters sei die Gemeinderätin über die Auskunft des Ordnungsamts-Leiters „Die Bürger [würden] wegen allem Möglichen anrufen“ sehr verwundert, da das Ordnungsamt laut Pirker-Frühauf auch aus dem Steuergeld der Bevölkerung finanziert werde. „Unverständlich ist auch, dass Bürgermeisterin Mathiaschitz und der Sicherheitsgemeinderat Jürgen Pfeiler hier tatenlos zuschauen, wenn Telefondienste eigenständig reduziert werden“, kritisiert Pirker-Frühauf.

Germ: „Sicherheit für die Bevölkerung muss gegeben sein“

„Fakt ist, dass die Sicherheit für die Bevölkerung seitens des Ordnungsamtes auch in den Abendstunden gegeben sein muss, das Ordnungsamt dafür auch verpflichtet ist und aus diesem Grunde eingeführt wurde“, so Germ. „Wenn die derzeitige Aufgabenverteilung schwerpunktmäßig nur auf das Schreiben von Strafzetteln ausgelegt ist, dann führt dies nur zu einem Imageverlust des Ordnungsamtes, welches eigentlich eingeführt wurde, um […] beratend für den Bürger zu arbeiten und um die Sicherheit in der Stadt zu gewährleisten“, schließt der Vizebürgermeister.

 

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