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Zu warm und zu nass

Viert­wärmster Herbst der Mess­geschichte

Klagenfurt – Der meteorologische Herbst 2019 (Sep, Okt, Nov) verlief deutlich zu mild. „Berücksichtigt man die Prognosen für die letzten Novembertage, liegt der Herbst 2019 um 1,5 °C über dem vieljährigen Mittel und ist damit der viertwärmste Herbst seit Messbeginn im Jahr 1767", sagt Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

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„Damit liegen an der Spitze der 253-jährigen Messgeschichte nur Herbste der letzten Jahre: 2014, 2006, 2018, 2019, 2000″, so Orlik von der ZAMG. In der Gesamtbetrachtung ist der Herbst 2019 um 1,5 °C wärmer verlaufen als ein durchschnittlicher Herbst. Damit ist dieser Herbst der viertwärmste seit Aufzeichnungsbeginn in Österreich und knapp wärmer als der Herbst 2000 (+1,4 °C). In Kärnten lagen die Abweichungen der Lufttemperatur zum vieljährigen Mittel von +1,5 °C bis +2,0 °C. Im Südosten Kärntens wurden mit +2,0 bis +2,4 °C die höchsten Abweichungen gemessen.

Sehr wenig Frost

Ungewöhnlich war in diesem Herbst die sehr geringe Zahl der Tage mit Frost. Die ZAMG-Wetterstation in Klagenfurt verzeichneten sogar keinen einzigen Tag mit einer Temperatur unter 0 °C. Im Großteil des Tieflandes lag die Zahl der Frosttage um etwa 50 bis 75 Prozent unter einem durchschnittlichen Herbst. Auch auf den Bergen gab es relativ wenig Frost.

Stellenweise sehr viel Schnee

In Oberkärnten brachte der Herbst 2019 beinahe zwei Mal so viel Schnee wie im Mittel, wofür vor allem der November verantwortlich war. So lag die Neuschneesumme (Summe der täglichen Neuschneemengen) in Kötschach-Mauthen bei 59 Zentimeter, im Mittel sind es 34.

Nassester Herbst seit 116 Jahren

Die enormen Regen- und Schneemengen im November in einigen Teilen von Kärnten sind auch der Grund für die insgesamt sehr feuchte Herbstbilanz. „Die Niederschlagsmenge lag in diesem Herbst in der österreichweiten Auswertung um 25 Prozent über dem Mittel“, sagt ZAMG-Klimatologe Alexander Orlik. „In Oberkärnten war das sogar der feuchteste Herbst seit dem Jahr 1903, mit 70 Prozent mehr Niederschlag als im Mittel“, so der Klimatologe. Um 100 bis 150 Prozent mehr Niederschlag kam vom oberen Drautal bis zu den Nockbergen zusammen.

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