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Leute - Klagenfurt
SYMBOLFOTO © Pixabay

Eröffnungsfeier des JUNO-Zubaues:

„Notfall-Stelle“ für Jugend­liche er­öffnet groß­zügigen Zu­bau

Klagenfurt – Die Jugendnotschlafstelle (JUNO) in Klagenfurt hat im Laufe ihres dreizehnjährigen Bestehens (von 2006 bis 2007 als Pilotprojekt geführt) hunderten Kindern und Jugendlichen in Krisensituationen Obhut geboten. Als Dauerbetrieb wurde sie ab 2007 eingerichtet: Zunächst im Volkshilfeheim, dann in der Gabelsbegerstraße, nunmehr in der Karawankenzeile. Am Samstag, wurde an diesem Standort ein großzügiger und architektonisch gelungener Zubau eröffnet.

 2 Minuten Lesezeit (262 Wörter) | Änderung am 30.11.2019 - 12.31 Uhr

„Hier wird jungen Menschen zwischen zwölf und 21 Jahren, die von temporärer, latenter oder manifester Obdachlosigkeit betroffen sind, nicht nur ein Dach über dem Kopf geboten, sondern auch entsprechende Betreuungsangebote von einem hochkompetenten und engagierten Team“, dankte Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner dem JUNO-Team.

Allein im Vorjahr 1.238 Nächtigungen

Die JUNO Klagenfurt verfügt über zehn Betreuungsplätze plus zwei Notfallplätze. Im Vorjahr haben 1.238 Nächtigungen und 691 Beratungen in der JUNO Klagenfurt stattgefunden. Es handelt sich vor allem um Jugendliche, die aufgrund eines aktuellen Konflikts aus der Obhut ihrer Erziehungsberechtigten geflüchtet sind, die Beratung oder Grundversorgung suchen oder ein höherschwelliges Wohn- und Betreuungsangebot nicht annehmen wollen. „Die Kinder und Jugendlichen, die hier Unterstützung suchen, kommen ja nicht von ungefähr: Sie sind massiv vorbelastet, tragen einen Rucksack an Schicksalen mit sich, sind suchtgefährdet, gehören Risikogruppen an, sind im höchsten Grade hilfsbedürftig. Die JUNO-Fachkräfte leisten hervorragende Beziehungs- und Motivationsarbeit, Krisenintervention und auch Mediation“, betonte Prettner.

Zubau eröffnet

Der Zubau wurde in Eigenregie des Vereins JUNO Klagenfurt bewerkstelligt. Das Land förderte die Erweiterung mit 60.000 Euro. Die vom Land getragenen Personalkosten belaufen sich für 2019 auf rund 325.000 Euro. „Dieses Geld ist gut investiert, weil es verhindert, dass junge Menschen aus der Gesellschaft ausscheren und weil es mithilft, Kindern und Jugendlichen möglichst gleiche und faire Chancen für ihr Erwachsenwerden zu geben.“ Übrigens: Auch in Villach gibt es eine JUNO, die täglich zehn jungen Menschen einen Schlafplatz und Unterstützungsmaßnahmen bietet. Die beiden Jugendnotschlafstellen haben sieben Tage die Woche geöffnet.

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