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Leute - Klagenfurt
"Kira war der liebste Hund. Zutraulich und verkuschelt. Bis ich schwanger wurde." © Leserin

Doch keine Hundevermehrerin?

„Wir haben Kira nicht miss­handelt!“

Klagenfurt – Abgemagert und ohne ihre sechs Wochen alten Welpen wurde eine Hündin vor kurzem im Tierheim Garten Eden abgegeben. In den sozialen Medien wird die frühere Hundehalterin beschimpft und als „Hundevermehrerin“ bezeichnet. Aufgrund unserers Artikels hat sich die frühere Besitzerin des Hundes nun bei uns gemeldet. Ihre klare Stellungnahme: „Wir haben Kira nicht misshandelt!“

 3 Minuten Lesezeit (424 Wörter) | Änderung am 02.12.2019 - 10.11 Uhr

Die Hündin habe vor zirka einem halben Jahre begonnen aggressiv gegenüber ihrer Halterin zu werden. „Als ich schwanger wurde, habe ich für sie anscheinend nicht mehr so gerochen, wie zuvor. Sie  versuchte mich zu beißen, bellte und knurrte mich an“, beschreibt die Halterin. „Zuvor war sie der liebste Hund. Zutraulich und verkuschelt.“

„Wir wollten sie kastrieren, doch dann wurde Kira trächtig“

„Wir wollten sie eigentlich kastrieren. Doch der Tierarzt hatte uns angeraten eine Läufigkeit abzuwarten, bevor wir den Eingriff machen lassen“. Dann wurde Kira trächtig. Die Frau erzählt: „Am Tag der Geburt war ich mit ihr sogar noch beim Tierarzt und habe einen Ultraschall machen lassen, um zu checken, ob alles okay ist oder ob sie tierärztliche Hilfe benötigt. Es sind ihre ersten Welpen. Ich wollte auf Nummer sicher gehen.“ Schnell stand allerdings fest: Auch gegenüber der Neugeborenen verhielt sich die Hündin komisch. „Sie hat sie nicht an sich herangelassen. Ich habe die Welpen daher mehrmals täglich mit der Flasche gefüttert“, beschreibt die Dame gegenüber 5 Minuten. „Auch die Hundemutter habe ich regelmäßig zu den Welpen gebracht, damit sie keinen Milchstau oder Entzündungen bekommt.“

Für die Hündin wurde sogar eigens gekocht

Das Kira sehr dünn ist, will die Hundehalterin nicht bestreiten. Doch sie ergänzt: „Kira bekam ausreichend Futter.“ Laut der Dame hätte Kira fast die doppelte Portion bekommen, als der Rüde, welcher ebenfalls im Haushalt lebt. Zudem wurde eigens für die Hündin gekocht. „Sie bekam Fleisch, Kartoffel, Reis, Nudeln, … Nichts half! Der Tierarzt sagte mir, dass es bei so vielen Welpen einfach mehr Zeit braucht, bis sich die Hündin wieder erholt. Und tatsächlich sah Kira schon einmal schlechter aus. Sie war auf dem Weg der Besserung“, betont die frühere Halterin.

Aufgrund ihres aggressiven Verhaltens im Tierheim abgegeben

Mit der Gewichtszunahme kehrte allerdings auch das aggressive Verhalten der mittlerweile hochschwangeren Halterin gegenüber zurück. „Bevor ich sie im Tierheim abgab, stand ich mit zahlreichen Hundetrainern in Kontakt, habe alle ihre Ratschläge befolgt, aber Kiras Verhalten blieb.“ Darum fasste sie schweren Herzens den Entschluss Kira im Tierheim Garten Eden abzugeben. „Ich habe meine Hündin weder vernachlässigt noch gequält oder sie Hungern lassen“, stellt sie fest. Auch für die sechs kleinen Racker wird gesorgt. „Für sie wurde bereits ein guter Platz gefunden“, verspricht sie.

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