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Klagenfurter Studie läuft

Wieviel Lärm macht die Bahn tat­sächlich?

Klagenfurt – Wo gibt es besonders laute Punkte, was kann man dagegen tun und wie kann sich die Koralmbahn auswirken? All dies wird derzeit von der städtischen Abteilung Klima- und Umweltschutz in einer eigenen Studie geprüft.

 3 Minuten Lesezeit (420 Wörter) | Änderung am 03.12.2019 - 16.31 Uhr

Über Einladung von Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz gab es Dienstagvormittag im Stadtsenat einen Zwischenbericht von Harald Schlemitz. Keinen Zweifel ließ die Stadtchefin daran, dass die Landeshauptstadt weiter eine eigene Trasse für den Güterverkehr fordern werde, die zum Schutz der Klagenfurter vor dem vermehrten Verkehr den die Nord-Süd-Verbindung bringen wird, unbedingt notwendig ist.

Augenmerk auf Eisenbahnbrücken

Mit der umfangreichen Studie werden derzeit die heutige Ist-Situation sowie die bestehenden Lärmschutzeinrichtungen genau unter die Lupe genommen und die Frage geklärt, ob diese für den jetzigen Bahnverkehr noch ausreichen. Besonders Augenmerk wird bei diesen Lärmmessungen auf die Eisenbahnbrücken gelegt. Besonders die alte, eiserne, Lendkanalbrücke ist ja sehr laut. Hier wird jetzt genau festgestellt, wie der Unterschied zu einer normalen Strecke ist und welche Maßnahmen gesetzt werden könnten. Bei der Brücke Rosentalerstraße wiederum wird untersucht, ob die derzeitigen Lärmschutzwände ausreichen.

Wie wirkt sich Koralmbahn aus?

In Bezug auf die Koralmbahn wird im gesamten Stadtgebiet analysiert, wie sich dies auf Klagenfurt auswirken wird, so der Experte. Alle Ergebnisse werden im März vorliegen. Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz stellte zu der Analyse fest, dass alles, was eine Bürgerinitiative derzeit fordert, schon untersucht wird. Man hoffe nun, auf eine möglichst rasche Regierungsbildung in Wien, sodass man bei Vorliegen der Studie im März bereits wieder einen Ansprechpartner habe.

Germ: „Bahnlärm findet Gehör“

„Dank dem Einsatz der Freiheitlichen findet Lärmschutz nun endlich Gehör in den städtischen Gremien, wie heute im Stadtsenat. Demnächst soll sich auch der Gemeinderat mit seinen Mitgliedern intensiv mit Lärmschutz auseinandersetzen“, so Vizebürgermeister Wolfgang Germ. „Es werden derzeit noch Untersuchungen vorgenommen, aber es geht in die Richtung, dass der Lärmschutz im gesamten Stadtgebiet und besonders bei der Lendkanalbrücke bzw. der Brücke über die Rosentalerstraße modernisiert und aufgerüstet werden muss“, sagt Germ.

Runter vom Gas!

Eine sofort umsetzbare Lärmschutzmaßnahme wäre eine Geschwindigkeitsreduzierung des Güterverkehrs im Stadtgebiet auf 50 km/h. „Diese Maßnahme kostet nichts, ist sofort umsetzbar und würde enorm viel Verbesserung bewirken“, sagt Vizebürgermeister Wolfgang Germ. In Waidmannsdorf führt die Bahnstrecke direkt durch das Wohngebiet. Die Forderung nach einer generellen Ausweichroute für Güterverkehr bleibe daher bestehen, denn wenn die Koralm-Bahn in Betreib geht, würde dort alle 5 Minuten ein Güterzug durchfahren. Es sei laut Germ wichtig, sich beim Lärmschutz auf die Seite der Bevölkerung zu stellen und dieses Zukunftsthema weitblickend und verantwortungsvoll aufzunehmen.

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