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Politik - Villach
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SPÖ kritisiert Umgang mit falschen Titeln:

Weidinger in neuerlicher Titel­affäre

Villach – Aktuell sorgt der Adventkalender einer Wochenzeitung für Furore in der Villacher Politik. Dort habe der ÖVP-Gemeinderat Peter Weidinger mit dem Titel "Nationalrat" unterzeichnet, obwohl er seit Oktober 2019 keiner mehr ist. Nun meldet sich auch die SPÖ Villach zu Wort: "Zeit mit den Täuschungen und der Politik des Anpatzens […] Schluss zu machen", betont Harald Sobe.

 3 Minuten Lesezeit (360 Wörter)

Im Adventskalender einer Wochenzeitung strahlt Peter Weidinger, vormals ÖVP-Stadtrat in Villach und von November 2017 bis Oktober 2019 Parlamentarier, den Leserinnen und Lesern als Nationalratsabgeordneter entgegen. Doch die Angelobung findet erst statt, wenn die Regierungsbildung abgeschlossen ist und Elisabeth Köstinger, als Listen Erste der Kärntner ÖVP ein Ministeramt bekleidet. Dies sorgt für Wirbel in der Politik. Gestern, am 3. Dezember 2019, meldete sich bereits die FPÖ zu Wort. 5 Minuten hat berichtet. Nun folgte ein Statement der SPÖ.

Ein peinlicher Fehltritt folge dem nächsten

Laut der Aussendung des SPÖ Gemeinderatsklub Villach folge ein peinlicher Fehltritt dem nächsten. Zuvor war Weidinger schon aufgrund eines Facebook-Postings bei seiner Wiederwahl zum Stadtparteiobmann sowie durch einen Fehler im Impressum seiner Facebook Seite aufgefallen.

Auch die Reaktion von ÖVP-Klubobmann Pober zeige, laut der SPÖ Villach, den oberflächlichen Umgang mit der Wahrheit. Dieser erklärte, dass der Kalender bereits im Frühjahr in Auftrag gegeben worden ist. Nach dem Skandal hätte man nicht mehr daran gedacht, den Adventkalender abzuändern. Für Harald Sobe von der SPÖ sei dies eine fadenscheinige Ausrede: „Nach Pippi-Langstrumpf-Manier wird hier die Welt (Ämter) gemacht, wie sie der ÖVP gefällt.“ Titel zu verwenden, die man nicht Inne habe, sei eine unehrliche Vorgehensweise.

Bereits 2009 stand Weidinger mit Titelaffäre im Rampenlicht

Wie die SPÖ Villach berichtet, soll Weidinger schon zuvor versucht haben, mit unehrlichen Vorgehensweisen an Berufstitel zu kommen. Eine Tageszeitung habe 2009 unter dem Titel „Ein Assistent, den keiner kennt“ darüber sogar einen Artikel verfasst. Weidinger soll sich als Universitätsassistent im amerikanischen Pittsburgh dargestellt haben. Man hatte dort, auf Nachfrage, allerdings niemanden mit dem Namen Weidinger auf der Gehaltsliste.

Sobe: „Zeit mit den Täuschungen […] Schluss zu machen“

„Zeit mit den Täuschungen und der Politik des Anpatzens seitens der ÖVP Villach Schluss zu machen, einen ehrlichen politischen Weg zu wählen und zu Fehlern selbst zu stehen“, erklärt Sobe abschließend, „es ist ehrenwert auf politische Funktionen stolz zu sein. Aber man sollte damit warten, bis man diese auch wirklich Inne hat. Alles andere ist unaufrichtige Selbstdarstellung.“

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Sobe schlägt vor, „einen ehrlichen politischen Weg zu wählen“.

Sobe schlägt vor, „einen ehrlichen politischen Weg zu wählen“. - © 5min

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