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Leute - Villach
Seit 18 Jahren bemalt der Hüttenwirt seine Kühe. Nun soll er Strafe zahlen!
Seit 18 Jahren bemalt der Hüttenwirt seine Kühe. Nun soll er Strafe zahlen! © Region Villach Tourismus / Adrian Hipp

Will Geldstrafe nicht zahlen:

Das geht auf die Kuh­haut: Almwirt kämpft um lebende Speise­karte

Villach – Auf der Gerlitze sind seine bemalten Kühe längst eine Attraktion. Seit 18 Jahren grasen die Nutztiere von Hüttenwirt Johann Maier bereits als "lebende Speisekarte" auf der Neugarten Almseehütte. Der Verein gegen Tierfabriken VGT Kärnten hat den Wirt angezeigt und von der Bezirkshauptmannschaft wurde eine Strafe von 330 Euro verhängt - wir haben berichtet. Doch der Wirt hat nun Einspruch erhoben und kämpft weiter für seine bemalten Tiere.

 1 Minuten Lesezeit (217 Wörter) | Änderung am 12.12.2019 - 12.50 Uhr

Der bekannte Gastronom hat jahrelang seine Kühe mit Naturmalfarbe bepinselt und die Tiere als lebende Speisekarte auf die Weide geschickt. Die bemalten Kühe sorgten für so manchen Schmunzler bei den Besuchern und galt als Attraktion. Gar nicht zum Lachen fand der Verein gegen Tierfabriken VGT diese Aktion und verklagte den Hüttenwirt, weil sie die Würde des Tieres verletzt sahen. Dem kreativen Bauern flatterte von der Bezirkshauptmannschaft eine Strafe von 330 Euro ins Haus. Daraufhin hat Maier beim Landesverwaltungsgericht Beschwerde eingebracht. Dazu fand gestern die Verhandlung statt. Sollte die Strafe aufrecht bleiben, will Maier bis zum Verfassungsgerichtshof gehen.

„Meine Tiere haben keinen Stress“

„Meine Tiere mit ruhigem Charakter werden im Juni einmalig bemalt. Das ganze Prozedere dauert nur 20 Minuten und die Bio-Hennafarbe ist vollkommen unbedenklich für die Kuhhaut“, versichert Maier. „Meinen Tieren geht es gut!“ Das derzeitige Gesetz besagt, dass das Färben von Haut, Federn und Fell von Tieren verboten ist. „Bei mir wird da ganz genau hingeschaut, obwohl meine Tiere nicht darunter leiden. Was ist mit den ganzen Tierschauen, wo Kühe und andere Lebewesen stundenlang stillstehen müssen, frisiert und gefärbt werden?“, fragt sich der Gastronom. „Da sollte die Tierschutzorganisation auch aktiv werden und dagegen vorgehen. Das wird akzeptiert, weil eine riesen Lobby dahinter steckt“, ist sich Maier sicher.

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