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Wirtschaft - Kärnten
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5,6 Milliarden Euro investiert

ASFINAG Tunnel zählen zu den sichersten weltweit

Kärnten – Mit dem Abschluss der ersten großen Phase der Tunnelsicherheitsoffensive hat die ASFINAG den entscheidenden Schritt hin zu diesem Ziel gesetzt.

 3 Minuten Lesezeit (376 Wörter)

Seit Beginn – ausgelöst durch den Brand im Tauerntunnel 1999 – wurden mehr als 5,6 Milliarden Euro nur allein in Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit in den mittlerweile 165 Tunnel investiert. Der größte Anteil davon entfiel auf Neubauten: So wurden für Kärnten eine zweite Tunnelröhren für Tauern- und Katschbergtunnel (A 10 Tauernautobahn)errichtet und die bestehenden, älteren Tunnelröhren anschließend generalsaniert.

A2 Südautobahn

In Kärnten war die A 2 Südautobahn klarerweise der Schwerpunkt der Investitionen. Die Nordumfahrung Klagenfurt mit ihren vier Tunnel (Lendorf, Trettnig, Falkenberg und Ehrentalerberg) wurde in zwei Phasen um gesamt 70 Millionen Euro erneuert. Die Tunnel bis zur Pack anschließend um in Summe 70 Millionen Euro. Auch der Oswaldibergtunnel wurde um 48 Millionen Euro auf den sicherheitstechnischen Letztstand gebracht.

Straßentunnelsicherheitsgesetz als Motor

Das auf einer EU-Richtlinie basierende Straßentunnelsicherheitsgesetz Österreichs (STSG) war für das Plus an Sicherheit ein wesentlicher Motor. Bis April 2019 mussten sämtliche Tunnel in Österreich mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als 20.000 Fahrzeugen pro Tag mit einer zweiten Tunnelröhre ausgestattet sein oder bei geringerer Frequenz über ausreichend Fluchtwege verfügen. Das Gesetz sieht auch zusätzliche technische Standards vor. Alle diese Anforderungen wurden von der ASFINAG mehr als erfüllt. „Weil es beim Thema Sicherheit für uns keine Kompromisse gibt und unser Anspruch ist, die sichersten Tunnel in Europa zu bauen und zu betreiben“, sagen die ASFINAG-Vorstände Hartwig Hufnagl und Josef Fiala.

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Die Vorstände – Dr. Josef Fiala und Mag. Hartwig Hufnagl

Die Vorstände – Dr. Josef Fiala und Mag. Hartwig Hufnagl - © ASFINAG

„Hörende Tunnel“, Sprühnebel gegen Brände

Der hohe Anspruch der ASFINAG sorgte aber auch dafür, dass zahlreiche Tunnel mit Besonderheiten ausgestattet wurden, die weltweit einzigartig sind. Allen voran steht das akustische Tunnelmonitoring AKUT, das in derzeit 30 Tunnel eingebaut ist. Dieses System – gemeinsam entwickelt mit der steirischen Forschungsgesellschaft Joanneum Research – erkennt über Mikrofone samt spezieller Software untypische Geräusche wie Reifenplatzer oder Stimmen und schlägt dann Alarm.

Bei Tunnelbränden sind Hochdrucksprühnebelanlagen die vollautomatische erste Front. 90 Minuten kann die Anlage feinsten Wassernebel im jeweils betroffenen Tunnelabschnitt einsprühen. Dadurch wird die Temperatur im Falle eines Brandes in Schach gehalten – mehr Schutz für Mensch und Bauwerk ist die Folge. Die eigentlichen Löscharbeiten erledigen in bewährter Manier die Feuerwehren.

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