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Symbolfoto - Eine Mutter erklärte:
SYMBOLFOTO Symbolfoto - Eine Mutter erklärte: "Für uns war diese Zeit eine sehr schwierige Zeit, besonders für Martin*. Wir sahen, dass uns die Hände gebunden waren und wir keine Chance hatten, Konsequenzen einzufordern. © pixabay.com

Demütigung und Beschimpfungen:

Mobbing am Arbeits­platz: Keine Selten­heit?

Villach – Verheerende Zustände soll es bei einem Discounter in Villach geben. Zwei Betroffene Angestellte haben sich bei uns gemeldet, um die Vorfälle öffentlich zu machen. Konkret soll es um Mobbing, Beschimpfungen bis hin zur Kündigung gehen. Wir fragen uns, ob von Mobbing am Arbeitsplatz auch andere Menschen betroffen sind? Habt ihr schon Erfahrungen dazu gemacht?

 3 Minuten Lesezeit (442 Wörter) | Änderung am 16.12.2019 - 13.11 Uhr

„Die dortige Filialleitung hat einen derart herablassende Art und Weise mit uns umzugehen, dass darf nicht so weiter gehen“, schildert uns eine Betroffene. Seit 17 Monaten ist sie bei dem Discouter beschäftigt. Zuerst war alles in Ordnung. „Vorher hat es nie Probleme gegeben“, erfahren wir. „Erst als die neue Filialleitung eingesetzt wurde, ging es mit dem Mobbing und den Beschimpfungen los.“ Die Frau wurde als Störfaktor und als unfähig beschimpft und musste viele Beleidigungen über sich ergehen lassen.

Auch Kundschaft war kein Hindernis

Auch ihre Kollegin berichtet von dramatischen Zuständen. So soll die Filialleitung die Mitarbeiter auch neben potentieller Kundschaft erniedrigen und beschimpfen. „Ich hab mich richtig mies gefühlt und natürlich geht auch die Freude an der Arbeit verloren“, gesteht die Betroffene. „Auch hinter dem Rücken der anderen Kollegen wurde über nicht anwesende Mitarbeiter geschimpft und gemeckert“, berichtet uns die Frau.

Kündigung ausgesprochen

Doch damit nicht genug: Die Mobbing-Attacken fanden ihren Höhepunkt in der schriftlichen Kündigung mehrerer Mitarbeiter. „Auf Nachfrage hat man mir gesagt, dass ich aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt wurde“, so eine der Betroffenen. „Das kann ich mir jedoch nicht vorstellen. Ich wurde hinausgeekelt und ohne Rücksicht auf Verluste entlassen“, beschreibt die Frau. „Ich lasse mir das nicht gefallen“, sagt sie. Von dem Mobbing und den Beschimpfungen seien insgesamt fünf Mitarbeiter des Discouters betroffen. Einige von ihnen haben sich laut Auskunft der Leserin auch an die Arbeiterkammer gewendet, um sich Hilfe zu holen.

Rechtliche Lage wird geprüft

Wie uns von der Rechtsabteilung der Arbeiterkammer Kärnten bestätigt wurde, ist der Fall dort bekannt. „Derzeit wird versucht mit der Betriebsrätin zu verhandeln“, erfahren wir von Wolfgang Bacher, stellvertretender Leiter der Abteilung Arbeitsrecht in Klagenfurt. Die Betroffenen suchten sich auch bei der Gewerkschaft der Privatangestellten Hilfe. „Der Akt ist uns bekannt und wurde bereits aufgenommen. Der Filialleitung werden schwerwiegende Dinge zur Last gelegt“, erfahren wir von Regionalsekretär Günther Granegger. „Nun wird die rechtliche Sachlage geklärt und wir werden ein Gespräch mit den Verantwortlichen veranlassen“, so Granegger.

Bei Mobbing Hilfe suchen

„Generell können sich Arbeitnehmer immer an die Arbeiterkammer wenden, wenn es zu Fällen von Mobbing kommt“, sagt Bacher. „Wir haben eine eigene Expertin, die sich um die Anliegen der Betroffenen kümmert und gegebenenfalls kann der Arbeitgeber sogar auf Schadenersatz geklagt werden“, so der Rechtsexperte.

Debatte: Deine Meinung ist uns wichtig

Mobbing am Arbeitsplatz ist scheinbar keine Seltenheit. Wir möchten von euch wissen, wart ihr selbst schon mal betroffen? Habt ihr Mobbing am Arbeitsplatz bereits erlebt? Wie seit ihr damit umgegangen? Was habt ihr dagegen unternommen?

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