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Aktuell - Klagenfurt
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Vermutliche Täter ausgeforscht:

Brutaler Überfall geklärt: Pensionist geknebelt & fast erstickt

Klagenfurt – Am 10. Juli 2019, gegen 1.30 Uhr wurden ein 66-jähriger Pensionist und eine im selben Haus lebende 52-jährige rumänische Pflegehelferin im Bezirk Klagenfurt Land von vorerst unbekannten Tätern überfallen. Aufgrund der am Tatort gesicherten Spuren konnten durch Beamte des Landeskriminal- amtes Kärnten, in Zusammenarbeit mit den Bezirksspurensicherern des Bezirkes Klagenfurt Land, zwei rumänische Staatsangehörige im Alter von 22 und 29 Jahren als Tat- verdächtige ausgemittelt werden.

 3 Minuten Lesezeit (363 Wörter) | Änderung am 17.12.2019 - 12.52 Uhr
Die Tatverdächtigen drangen durch die unversperrte Kellertüre in das Wohnhaus ein und begaben sich in den ersten Stock in das Zimmer der Pflegehelferin, überwältigen sie im Bett und fixierten sie dann an Händen und Füßen mit einem Klebeband. Danach gingen sie in das Zimmer des 66-jährigen Pensionisten und schlugen mit den Fäusten auf Kopf und Oberkörper des schwer gehbehinderten Pensionisten ein. Der Mann wehrte sich allerdings, woraufhin die Tatverdächtigen einen Kopfpolster ergriffen und diesen auf seinen Mund bzw. die Nase drückten. Dadurch bekam der Pensionist keine Luft mehr, drohte zu ersticken und wurde laut eigenen Angaben auch kurzzeitig bewusstlos. In weiterer Folge wurde er mit seinem eigenen Pyjama an den Armen und Beinen gefesselt und von den Tatverdächtigen in seinem Zimmer eingesperrt. Er konnte sich erst rund 30 Minuten später mit seinem Taschenmesser von der Fesselung befreien. In weiterer Folge schrie er von seinem Balkon aus um Hilfe. Seine umliegenden Nachbarn hörten die Hilferufe, kamen ihm zu Hilfe und befreiten auch die Pflegehelferin. Die ebenfalls im Haus lebende pflegebedürftige 84-jährige Mutter des Pensionisten, welche im Erdgeschoß in ihrem Zimmer schlief, bekam vom Überfall nichts mit.
 

Schmerzhafte Verletzungen

 
Der Pensionist erlitt durch die Gewaltattacke schwere und sehr schmerzhafte Verletzungen im Bereich des Kopfes und des Oberkörpers, die Pflegehelferin wurde durch die Fesselung an der Hand verletzt. Beide wurden mit der Rettung in das Klinikum Klagenfurt gebracht Die Tatverdächtigen gingen äußert brutal vor, die Opfer bangten während des Überfalls um ihr Leben. Sie raubten letztlich einen Tresor mit mehreren tausend Euro Bargeld Inhalt, zudem nahmen sie den Opfern die Handys ab, die sie später wegwarfen. In enger und ausgezeichneter Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Klagenfurt wurde von dieser ein europäischer Haftbefehl ausgestellt. In Zusammenarbeit mit Beamten des Bundeskriminalamtes Wien konnten beide Tatverdächtigen im Oktober 2019 in Rumänien verhaftet werden. Sie wurden nach Österreich ausgeliefert und befinden sich seit November 2019 in der Justizanstalt Klagenfurt in Untersuchungshaft. Sie sind teilweise geständig. Die Ermittlungen nach weiteren möglichen Mittätern sind noch nicht abgeschlossen.
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