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Politik - Klagenfurt
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Messegelände - Visionen gesucht

„Paradigmen­wechsel in der Stadt­planung drin­gend notwendig“

Klagenfurt – Gemeinderat Elias Molitschnig spricht sich für einen Paradigmenwechsel in der Stadtplanung und –entwicklung aus. Der visionäre Stillstand demaskiere sich besonders am Messegelände, wo die Stadt seit Jahrzehnten säumig sei, diese brachliegende, urbane Fläche zu entwickeln.

 3 Minuten Lesezeit (385 Wörter) | Änderung am 20.12.2019 - 15.41 Uhr

„Es ist bezeichnend, wenn nicht gar beschämend, dass das Klagenfurter Messe-Gelände die meiste Zeit des Jahres brachliegt und sich die Politik in den vergangenen Jahrzehnten nie bemüßigt fühlte, diese Fläche städteplanerisch zu entwickeln“, wiederholt Gemeinderat Elias Molitschnig seine Wortmeldung zum Gemeinderat. „Da muss zuerst ein Investor der Stadt seine Visionen auf dem Umweg über die regionalen Medien mitteilen, dass die Stadtregierung überhaupt einen Handlungsbedarf erkennt. Das Messegelände ist jedoch kein Einzelfall. Ich vermisse die Visionen in der Stadtplanung auch dort wo man zulässt, dass historische Bausubstanz vernichtet wird – Pötzl-Haus, Neuner Lederfabrik, KTZ-Gebäude um nur drei zu nennen.“

„Politik muss Visionen entwickeln und Rahmenbedingungen schaffen“

„Abgesehen von der Art und Weise wie die Immobilienentwickler die Stadt vor sich herzutreiben versuchen, müssen wir diesen in diesem Fall sogar noch den Dank dafür aussprechen, dass sie die Versäumnisse dadurch sichtbar machen“, fährt der Grüne Stadtentwicklungssprecher fort. „Ich sehe die Politik in der Pflicht, Visionen zu entwickeln und Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Stadtentwicklung unabhängig von Anlasspolitik und kurzfristigen Budgetengpässen macht. Solche Strukturen beinhalten einen unabhängigen Gestaltungs- und Baukulturbeirat sowie klare Vorgaben mit städtebaulichen Wettbewerben und flächendeckenden (Teil)Bebauungsplänen für das gesamte Stadtgebiet, strikte Bauauflagen für Bauwerber in denen sich diese Visionen auch abbilden und eine bessere Verschränkung von Bau- und Verkehrsplanung. Diese vermeintlich ‚einfache‘ Aufgabe haben wir heute größtenteils verlernt und betrachten die einzelnen Grundstücke viel zu isoliert und achten nicht auf die Zwischenräume. Diese sind es die ein gediegenes Zusammenleben ermöglichen und die für unsere Lebensqualität letztlich entscheidend sind.“

Höchstes Credo: „Positive Entwicklung für das Gemeindewohl“

„Was auf keinen Fall passieren darf, ist der Ausverkauf jener Teile des Messegeländes, welche, laut Studie für den Messebetrieb nicht gebraucht werden, nur um mit dem lukrierten Geld das für Klagenfurt wichtige Konferenzzentrum und die Infrastruktur dafür zu schaffen. Wir wissen, die Messe macht Gewinn und diesen Gewinn können wir für diese Maßnahmen zweckwidmen um uns nicht von den privaten Investoren abhängig zu machen“, so Elias Molitschnig abschließend. „Unser höchstes Credo muss die positive Entwicklung für das Gemeinwohl sein und die wirtschaftlichen Renditen haben sich diesem Gemeinwohl unterzuordnen.“

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