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220 Einsatzkräfte waren an der Suchaktion beteiligt.
220 Einsatzkräfte waren an der Suchaktion beteiligt. © Rotes Kreuz Kärnten / Martin Klar

Suchaktion

Lawinen­abgänge am Ankogel: Such­aktion mit 220 Einsatz­kräften beendet

Ankogel/ Mallnitz – Am 26.Dezember kam es zu drei Lawinenabgängen im Skigebiet Ankogel-Mallnitz. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich Skifahrer zum Zeitpunkt des Lawinenereignisses auf der Piste befunden hatten, suchten insgesamt 220 Einsatzkräfte das Gebiet ab. Gegen 20.36 Uhr konnte die Suchaktion beendet werden.

 2 Minuten Lesezeit (356 Wörter) | Änderung am 07.01.2020 - 16.59 Uhr

Drei slowenische Staatsangehörige und ein bis dato unbekannter Variantenfahrer unternahmen mit Notfallausrüstung und Lawinenrucksack im Skigebiet Ankogel-Mallnitz am 26.Dezember gegen 10 Uhr eine Abfahrt im freien Skiraum südöstlich des Alten Hannoverhauses.

Personen teilweise von Lawine erfasst

Ein 58-jähriger Mann aus Slowenien fuhr als Erster in den ca. 35 Grad steilen Südwesthang ein und löste ein 100×400 Meter langes Schneebrett aus, das auch die anderen mitriss. In weiter Folge wurden zwei Personen nach erfolgter Lawinenairbag-Auslösung nur teilverschüttet, eine Person blieb auf der Oberfläche und die vierte Person wurde nicht von der Lawine erfasst. Alle Beteiligten konnten sich teilweise selbst und im Zuge der Kameradenrettung aus der Lawine befreien und blieben bei dem Vorfall unverletzt. Während sich die Beteiligten noch am Lawinenkegel befanden, löste sich ein weiteres Schneebrett westlich des ersten Lawinenereignisses. Dieses dürfte vermutlich von einem unbekannten Freerider ausgelöst worden sein. Nach erfolgter Alarmierung der Einsatzkräfte, konnte im Zuge des planmäßigen Lawineneinsatzes von den Rettern eine neuerliche Lawinenauslösung am Gegenhang beobachtet werden, welche vermutlich auch von drei Variantenfahrern ausgelöst wurde.

Diese dritte Lawine erreichte im Auslaufbereich den organisierten Skiraum. Aufgrund des großen Aufmaßes des Schneebrettes, wurde auch ein Teil der darunter verlaufenden Skipiste erfasst.

Die 220 Einsatzkräfte kärntenweit alarmiert

Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich Skifahrer zum Zeitpunkt des Lawinenereignisses auf der Piste befunden hatten, wurden die gesamten Einsatzkräfte zur Absuche des Lawinenkegels verlegt. Aufgrund der Mächtigkeit der drei Lawinen, wurden kärntenweit weitere Bergrettungsortsstellen, sowie der Lawineneinsatzzug des Bundesheeres (Jägerbataillons 26 aus Spittal) alarmiert. Am Einsatz beteiligt waren neben 13 Bergrettungsortstellen, neun Lawinensuchhunde des BRD, zwei Bergrettungsärzte, Mitglieder der Alpinpolizei- AEG Spittal/Drau, die örtlich zuständige Streife, das KAT des RK Kärnten (Verpflegung), die Bergbahnen Ankogelbahn, die Crew des Notarzthubschraubers „C7“, der Polizeihubschrauber der Flugeinsatzstelle Klagenfurt und die FF Mallnitz für die Ausleuchtung des Einsatzgebietes mittels Spezialscheinwerfer. Insgesamt befanden sich 220 Einsatzkräfte vor Ort.

Der Einsatz konnte um 20.36 Uhr beendet werden. Es konnten keine weiteren Personen gefunden werden, es liegt auch keine passende Abgängigkeitsanzeige vor.

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