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Sport - Klagenfurt
© SFLK

Sport als sinnvolle Freizeitbeschäftigung:

Fechten ohne Limit

Klagenfurt – Der Sport und Freizeitklub Lindwurm Klagenfurt macht das Sportfechten der Öffentlichkeit zugänglich. Ihr Motto: Fechten ohne Limit! Egal ob mit Beinen oder ohne, mit Armen oder ohne, rollend oder gehend, egal welchen Alters oder Geschlechts, welcher Herkunft, Religion oder Nationalität - hier kann jeder Spaß am Fechten haben.

 4 Minuten Lesezeit (502 Wörter) | Änderung am 27.12.2019 - 19.42 Uhr

Der Verein Sport und Freizeitklub Lindwurm Klagenfurt wurde vor knapp zwei Monaten gegründet und möchte den Rollstuhlfechtsport zurück nach Österreich bringen. „Ich war selbst über 50 Jahre lang Sportfechter und möchte als Coach die Menschen zum Sport bringen“, erzählt uns Obmann Peter Brigola.

Egal ob beeinträchtigt oder nicht

Der Verein zählt inzwischen zehn Mitglieder und ist ein dynamisches Team geworden. „Mein Ziel ist es gemeinsam der Gruppe das Fechten zu lehren und zu vermitteln“, erfahren wir von Brigola. „Zu uns kann jeder kommen, der Spaß und Freunde am Sport hat und das Fechten ausprobieren möchte“, so der Obmann. Der Rollstuhl wird hier als Sportgerät verstanden, das bedeutet, dass auch Nicht-Beeinträchtigte im Rollstuhl fechten. Derzeit besitzt der Verein drei Rollstühle, die sich im Umbau für den Fechtsport befinden, sodass auch Menschen ohne eigenen Rollstuhl in diesem Sportgerät fechten können. Der Verein sucht derzeit nach Ausstattung und Material, um diesen Sport noch mehr Menschen zugänglich zu machen. Die Trainings fanden bisher in der ASO Halle in der Schubertstraße statt. „Durch die Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk haben wir nun die Möglichkeit in der größeren Halle in der Pischeldorfer Straße unsere Trainingseinheiten durchzuführen“, zeigt sich Brigola dankbar.

Beweglichkeit steigt

„Besonders herausfordernd ist es, dass der Rollstuhlfechter keine Rückzugsmöglichkeit hat, weil man permanent in der kritischen Distanz des Gegners steht“, erklärt uns Brigola. Die Fechter stehen ständig unter Spannung, weil sie treffen sollen, ohne getroffen zu werden. „Man kann nicht einfach zwei Schritte zurückmachen, um eine neue Strategie zu entwickeln“, schmunzelt der Obmann. „Die Menschen, die im Rollstuhl sitzen merken, dass sie durch den Fechtsport viel beweglicher werden und nicht mehr nur dasitzen“, beschreibt der Obmann die positive Wirkung dieses Sports. „In Ermangelung eines Fechtgestelles müssen wir die Rollstuhlfahrer auf Paletten festschnallen. Erst wenn wir ein geeignetes Gestell haben, können die Fechter ihre ganze Beweglichkeit austesten. Dann können auch keine Unfälle passieren“, erfahren wir.

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Durch Rollstuhlfechten steigt die Beweglichkeit.

Durch Rollstuhlfechten steigt die Beweglichkeit. - © SFLK

Fechten gibt Selbstbewusstsein

Der Obmann agiert selbst als Coach, gemeinsam mit seiner Ehefrau, und ist oft beeindruckt von den Trainingserfolgen seiner Schützlinge. Zusätzlich sind die beiden auch mental gefordert, denn so mancher Schicksalsschlag muss erst mal mit den Betroffenen verarbeitet werden. „Es kann einen Menschen schon aus der Bahn werfen, wenn man plötzlich weiß, dass man für immer im Rollstuhl sitzen wird“, erklärt Brigola. „Wir versuchen durch Training und Gemeinschaft den nötigen Halt und das Selbstbewusstsein zu geben, um wieder mit dem eigenen Leben zurechtzukommen.“ Im kommenden Jahr plant der Verein auch bei einigen internationalen Turnieren teilzunehmen.

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Der Verein möchte in Zukunft auch an Turnieren teilnehmen.

Der Verein möchte in Zukunft auch an Turnieren teilnehmen. - © SFLK

Rollstuhlfechten in Klagenfurt

Wann: Montag von 17.00 bis 18.30 Uhr, Mittwoch 20 bis 21.30 Uhr

Wo: ASO, Schubertstrasse 29, 9020 Klagenfurt

Wer: Ab ca. 10 Jahren

Informationen: 06803211632, office.sflk@gmail.com

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