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Debatte
Am Ankogel sind an den Weihnachtsfeiertagen insgesamt drei Lawinen abgegangen.
Am Ankogel sind an den Weihnachtsfeiertagen insgesamt drei Lawinen abgegangen. © Alpinpolizei

Gesetzesänderung gefordert:

Nach Lawinen­abgängen: „Ignoranz und Leichtsinn sollte bestraft werden!“

Mallnitz – Vielen sind die Bilder des Großeinsatzes am Ankogel noch vor Augen. Nachdem drei Lawinen abgegangen waren, begaben sich die Retter auf der Suche nach Überlebenden selbst in Gefahr. Die Gemeinde Mallnitz fordert nun eine Gesetzesänderung, um leichtsinnige Verursacher zu belangen. Was hältst du davon?

 2 Minuten Lesezeit (301 Wörter)

Die Gefahr von Lawinen sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Dies zeigte der Großeinsatz in Mallnitz, wo am Ankogel gleich drei Lawinen losgetreten wurden. Glück im Unglück hatten wohl alle Beteiligten, denn es wurde niemand verschüttet. Trotzdem wurden die Einsatzkräfte und auch unbeteiligte Schipisten-Benutzer durch leichtsinnige Freerider in Gefahr gebracht. „Der Polizei sind durch die derzeitige gesetzliche Lage die Hände gebunden. Deswegen fordert die Gemeinde Mallnitz eine Gesetzesänderung“, bestätigt uns Bürgermeister Günther Novak.

„Warntafeln werden ignoriert“

„Jene Personen, die bewusst Hinweistafeln und Lawinenwarnleuchten überfahren, und damit auch andere gefährden, sollen zur Verantwortung gezogen werden können“, so der Bürgermeister. „Die Polizei hat derzeit keine Chance einzugreifen, weil gesetzlich keine Handhabung besteht. Erst wenn es Verletzte gibt, greift das Strafrecht“, bemängelt Novak. Die Gemeinde fordert deswegen eine Gesetzesänderung auf Landesebene, um Wintersportler, die vorsätzlich Warntafeln missachten, anzeigen oder der Piste verweisen zu können.

Auch laufender Rettungseinsatz wurde ignoriert

Doch die Ignoranz geht noch weiter: Als die Einsatzkräfte nach möglichen Verschütteten suchten, fuhren Freerider weiter oben trotz alles Sicherheitsvorkehrungen in einen Hang weiter oben ein. Bereits kleine Bewegungen könnten ein Schneebrett auslösen. „Manche Menschen sind scheinbar ignorant oder unbelehrbar“, so Novak. „Es ist für mich unverständlich, wie man trotz fliegender Hubschrauber und einem unübersehbaren Einsatz mit hunderten Helfern, trotzdem in ein mit Warntafeln ausgewiesenes Gelände einfahren kann“, zeigt sich Novak aufgebracht.

Debatte: Deine Meinung ist uns wichtig!

Wie stehst du zu diesem Thema? Sollen Freerider, die Warntafeln bewusst ignorieren, zur Verantwortung gezogen werden? Oder bist du der Meinung, dass jeder selbst entscheiden sollte, welche Gefahren er sich aussetzt? Diskutiere mit uns und poste dein Statement unter dieses Posting auf Facebook.

 

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