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Sport - Kärnten
Reinhold Dörflinger und Thomas König mit Elisabeth Guggenberger und Klaus Herzog beim Überprüfen der Pistengütesiegel.
Reinhold Dörflinger und Thomas König mit Elisabeth Guggenberger und Klaus Herzog beim Überprüfen der Pistengütesiegel. © Bergbahnen Nassfeld

Für die Sicherheit auf den Skipisten:

Pisten­gütesiegel für Kärntens Skigebiete

Kärnten – 55 strenge Kriterien sind zu erfüllen, um das Kärntner Pistengütesiegel zu erlangen. Höchste internationale Standards in Sicherheitsbelangen werden auf diesem Weg etabliert. Die jährliche Überprüfung - wie gerade erst am Nassfeld - erfolgt durch eine Experten-Kommission unter Leitung von Raimund Berger, dem Skisportbeauftragten des Landes Kärnten.

 4 Minuten Lesezeit (595 Wörter)

„Der jährliche Besuch der Pistengütesiegel-Kommission von Raimund Berger und seinem Team ist für uns wichtig. So ist sichergestellt, dass wir als Skigebiet alle Standards bei Sicherheit und Qualität sowie Pistenrettungsdienst erfüllen bzw. etwaige Optimierungen unmittelbar in Angriff nehmen können“, beschreibt Klaus Herzog, Fachgruppenobmann der Kärntner Seilbahnen, die Bedeutung der einmal im Jahr stattfindenden Experten-Überprüfung. „Auch wenn wir davon ausgehen, dass unsere Sicherheitsvorkehrungen und Beschilderungen im Skigebiet entsprechen, ist die Kontrolle der Pistengütesiegel-Kommission für uns eine wichtige Qualitätsabsicherung, damit unsere Gäste sich garantiert sicher fühlen können“, betont Alexandra Bresztowanszky vom Familienskigebiet Hochrindl.

Verbesserungen zur Sicherheit geschaffen

„Wir haben im Vorfeld des heurigen Winters viele weitere Verbesserungen, die auch der Sicherheit dienen, gemacht, etwa Waldabfahrten verbreitert, zusätzliche Absicherungen geschaffen und die Beschilderung erneuert“, berichtet Bresztowanszky. „Sinn und Ziel des Pistengütesiegels ist es, einheitliche, hohe Sicherheits- und Qualitätsstandards in allen Skigebieten zu etablieren. Die Überprüfung erfolgt aus objektiver Expertensicht durch die achtköpfige Kommission“, erklärt der Leiter der Kommission Raimund Berger. „Dass es auf den Pisten und in ihrem Nahbereich keine ungesicherten atypischen Hindernisse, etwa Beschneiungsanlagen, gibt, ist ein zentrales Prüfungskriterium. Ebenso wichtig ist, dass die Orientierung, etwa bei dichtem Nebel, insbesondere durch die gut erkennbare Pistenbegrenzung möglich ist und man sich sicher Richtung Talstation bewegen kann“, erläutert Berger.

Jährliche Kommissions-Überprüfung 

„Wie bei der diesjährigen Kommissions-Überprüfung am Nassfeld, am Montag, 13. Jänner 2020, fahren wir als Kommission, in jedem Skigebiet alle Pisten ab. Dabei checken wir Absicherungen, aber auch die Tal- und Bergstationsbereiche der Lifte. Wir hinterfragen das Leitsystem, das eben auch bei sehr schlechter Sicht funktionieren muss. Und wir prüfen – ganz wichtig – die Markierungen der Pistenränder“, nennt der ehemalige ÖSV-Trainer Berger mehrere Facetten der vielteiligen Überprüfungsarbeit.

Subjektive Sicherheit als Faktor & Erlebniswoche im Schnee

„Die Überschaubarkeit der Hochrindl, also alles im Blickfeld zu haben, und die Tatsache, dass es nirgendwo steil hinunter geht, lässt bei Kindern ein subjektives Gefühl von Sicherheit entstehen“, führt Skigebietsbesitzerin Alexandra Bresztowanszky, neben dem Pistengütesiegel, ein weiteres Sicherheitsversprechen ins Treffen. Deshalb würden etwa Kindergarten- und Volkschulkinder besonders gerne auf die Hochrindl kommen. „Um Volkschulkindern die Möglichkeit zu geben, einen Tag kostenlos skizufahren haben wir die Erlebniswoche im Schnee (20. bis 24. Jänner 2020) ins Leben gerufen“, setzt Fachgruppenobmann Herzog darauf, die Kleinen fürs Skifahren zu begeistern.

Im Fall des Falles – professionelle Pistenrettung

„Über einen professionellen Pistenrettungsdienst zu verfügen, gehört zu den zentralen Kriterien des Pistengütesiegels. Bei Notfällen im Pistenbereich sind unsere kompetenten Rettungsteams raschest zur Stelle und helfen prompt. Am Nassfeld etwa ist auch der Rettungshubschrauber „Airmed 1″ direkt im Skigebiet stationiert. Das garantiert schnellstmögliche Versorgung bei Notfällen“, betont Klaus Herzog. „Bei uns ist jeder Mitarbeiter in Erster Hilfe ausgebildet. Und jährlich gibt es für jeden von ihnen einen Auffrischungskurs“, ist Bresztowanszky die Kompetenz ihres Teams besonders wichtig.

Moderne Seilbahnen als zusätzlicher Sicherheitsfaktor

„Auch Teil unseres Engagements für größtmögliche Sicherheit auf Kärntens Skipisten ist es, dringend anstehende Lifterneuerungen nicht auf die lange Bank zu schieben. Steile Schlepplifte sind auch aus dem Sicherheitsblickwinkel nicht mehr zeitgemäß. Es sind Sesselbahnen mit Kindersicherung, die die sicherste Möglichkeit bergwärts zu fahren darstellen. Deshalb sind neue, moderne Liftanlagen dringend notwendig. Nur so kann Kärnten als Ski- und Wintertourismusdestination auch in Zukunft attraktiv und konkurrenzfähig bleiben“, weiß Klaus Herzog um die Bedeutung von Komfort, Qualität und Sicherheit im internationalen Wettbewerb um Gäste.

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