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Politik - Kärnten
Damit der Leiter des Landespressedienstes, Gerd Kurath, nun selbstständig als Berater aktiv sein kann, muss er als Landesbediensteter bestimmte Prämissen erfüllen.
Damit der Leiter des Landespressedienstes, Gerd Kurath, nun selbstständig als Berater aktiv sein kann, muss er als Landesbediensteter bestimmte Prämissen erfüllen. © KK

Ordnungsgemäß gemeldet:

Nebenjob von Landes­presse­dienst-Leiter sorgt für Kritik

Klagenfurt – Für Aufsehen sorgt derzeit der Nebenjob vom Leiter des Landespressedienstes Kärnten, Gerd Kurath, der sich neben seinem Vollzeit-Job noch als PR-Berater selbstständig gemacht hat. Er könne dabei nämlich politische Kontakte für private Zwecken nutzen, so die Kritik. Kurath selbst habe die Nebenbeschäftigung aber ordnungsgemäß gemeldet und prüfen lassen.

 2 Minuten Lesezeit (277 Wörter) | Änderung am 27.01.2020 - 18.30 Uhr

Gerd Kurath war früherer Pressesprecher der SPÖ Kärnten und wechselte dann zum Kärntner Landespressedienst, wo er die Leitung übernahm. Seit kurzem ist er auch selbstständig tätig, wie etwa am gestrigen Sonntag, dem 26. Jänner, auf seinem Facebook-Profil zu lesen war. Mit seinem „Beratungs- und Trainingsunternehmen für Menschen des öffentlichen Lebens“ verspricht Kurath Kontakt zu einem „großen Netzwerk“.

„Ordnungsgemäß verhalten“

Kurath selbst erklärte auf Anfrage von 5-Minuten am heutigen Montag, dass er alle Vorschriften beim Aufnehmen eines Nebenjobs als Landesbediensteter eingehalten habe. „Natürlich habe ich die Beschäftigung gemeldet und sie wurde ordnungsgemäß geprüft“, erzählt Kurath. Sein Unternehmen sei bei der Landesamtsdirektion angezeigt worden, die sicherstelle, dass es zu keinen Unvereinbarkeiten mit anderen beruflichen Tätigkeiten komme. Als Landesbediensteter habe Kurath aber doch gewisse Prämissen zu erfüllen. Dazu zähle etwa, dass er dem Land Kärnten als Arbeitgeber durch den Nebenjob nicht schaden dürfe und auch, dass es auf keinen Fall zu Unvereinbarkeiten kommen dürfe. Genehmigen lassen müsse sich der Leiter des Landespressedienstes die PR-Aufträge jedoch nicht.

Kritik von Team Kärnten und FPÖ

Auf Kritik stößt Kurath mit seinem Unternehmen etwa bei Gerhard Köfer vom Team Kärnten. Er meint, laut Medienberichten, dass Interessenskonflikte bereits vorprogrammiert seien.

Auch FPÖ-Landesparteichef Klubobmann Gernot Darmann kritisiert Kuraths Nebenbeschäftigung: „Heimische Unternehmen erhalten seit Jahren keine Chance. Und jetzt erhalten sie noch weitere Konkurrenz, wenn der Leiter des Landespressedienstes Gerd Kurath, einer der engsten Mitarbeiter des Landeshauptmannes Peter Kaiser, mit einer eigenen Agentur versuchen darf, Aufträge zu ordern.“ Kurath verschaffe sich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Agenturen, so Darmann.

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