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Im Klagenfurter Dom

Josef Marketz zum neuen Kärntner Bischof geweiht

Klagenfurt – Rund 1.200 Besucherinnen und Besucher zog es heute zum Klagenfurter Dom, wo Josef Marketz zum neuen Bischof Kärntens geweiht wurde.

 3 Minuten Lesezeit (461 Wörter)

Josef Marketz wurde am heutigen Sonntag, 2. Februar, zum neuen Bischof der Diözese Gurk geweiht. Hauptkonsekrator bei der Feier im Klagenfurter Dom war der Salzburger Erzbischof Franz Lackner. Ihm zur Seite standen der Marburger Erzbischof Alojzij Cvikl sowie Militärbischof Werner Freistetter, der bis zum heutigen Tag die Diözese als Apostolischer Administrator geleitet hatte.

Predigt durch Caritas-Bischof

Bischof Benno Elbs wandte sich in seiner Predigt gegen kirchliche Resignation und plädierte für einen Neuaufbruch im Sinne einer „Hinwendung zu den Menschen, besonders zu den Armen und Benachteiligten“. Der neue Kärntner Bischof möge durch seinen persönlichen, authentisch gelebten Glauben, durch eine konsequente „Hinwendung zu den Armen“ und die Schaffung von „liebevollen und gastfreundlichen Anders-Orten“ in der Kirche ein Zeichen gegen den „Schatten des Pessimismus“ setzen, der auf der Kirche laste. „Wir müssen darauf achten, dass wir nicht der Häresie der Angst und des Pessimismus verfallen“, so der österreichische Caritas-Bischof. „Dein Ort als Bischof ist an der Seite der Armen, Einsamen und Vergessenen.“

Zahlreiche Bischöfe vertreten

Neben den Erzbischöfen Lackner und Cvikl, Militärbischof Freistetter sowie Bischof Elbs nahmen der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Pedro Lopez Quintana und zahlreiche Bischöfe vor allem aus Österreich und Slowenien und an der Feil teil. Weitere Mitfeiernde aus dem österreichischen Episkopat waren Kardinal Christoph Schönborn, die Diözesanbischöfe Hermann Glettler, Wilhelm Krautwaschl, Manfred Scheuer und Ägidius Zsifkovics, die Weihbischöfe Franz Scharl, Stephan Turnovszky und Hansjörg Hofer sowie die emeritierten Bischöfe Alois Kothgasser, Maximilian Aichern, Egon Kapellari, Klaus Küng und Ludwig Schwarz.

Aus dem Ausland kamen die Erzbischöfe Stanislav Hocevar (Belgrad/Serbien) und Stanislav Zore (Ljubljana/Slowenien), die Bischöfe Jurij Bizjak (Koper/Slowenien), Andrej Glavan (Novo Mesto/Slowenien), Ivo Muser (Bozen-Brixen/Italien), Peter Stumpf (Murska Sobota/Slowenien), Franc Sustar (Ljubljana/Slowenien) und die emeritierten Bischöfe Stanislav Lipovsek (Celje/Slowenien) und Alojz Uran (Ljubljana/Slowenien). Die Ökumene war u.a. vom Kärntner evangelischen Superintendenten Manfred Sauer und vom altkatholischen Bischof Heinz Lederleitner vertreten.

Bischof durch Handauflegung und Gebet

Nach der Predigt von Bischof Elbs folgte der eigentliche Weiheakt des neuen Bischofs. Josef Marketz versprach, der Kirche durch die Gnade des Heiligen Geistes in seinem Amt zu dienen, das durch Handauflegung und Gebet übertragen wurde.

Der Salzburger Erzbischof salbte das Haupt von Marketz und überreichte ihm Evangeliar, Bischofsring, Mitra und Hirtenstab als bischöfliche Insignien. Sie machen den Dienst des Bischofs als Verkündiger, Lehrer und Hirte sichtbar. Stab und Brustkreuz sollen die Verbindung zu den Menschen in Ober- und Unterkärnten symbolisieren. Der Knauf des Stabs hat zwölf Einkerbungen, die auf die zwölf Apostel hinweisen sollen. Zum Abschluss des Weiheaktes umarmten alle Bischöfe im Friedensgruß den Neugeweihten und bekundeten damit seine Aufnahme in das Bischofskollegium.

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