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Wirtschaft - Kärnten
Debatte
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Ist ein totaler Streik zu erwarten?

Dafür streiken die Pflegekräfte: 35-Stunden Woche bei vollem Lohn

Kärnten – Am kommenden Donnerstag will die Gewerkschaft mit Plakaten und Schildern, für eine 35-Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich, demonstrieren. Betroffen ist der Bereich der Pflege und der sozialen Arbeit. Im schlimmsten Fall droht ein Streik seitens der Pflegekräfte. Demonstrierst du mit? Oder dagegen?

 3 Minuten Lesezeit (367 Wörter) | Änderung am 12.02.2020 - 10.14 Uhr

Laut mehreren Medienberichten droht ein österreichweiter Streik im privaten Pflege-, und Sozialbereich. Auch Kärnten ist betroffen und am Donnerstag soll es dann soweit sein. Es wird mit Plakaten, vor Pflegeheimen und anderen Einrichtungen, um eine 35-Stundenwoche bei vollem Lohn gekämpft.

Was will die Gewerkschaft eigentlich erreichen?

Die 35-Stunden-Woche ist eine Forderung von der Gewerkschaft, welche bisher leider gescheitert ist. In der letzten Verhandlungsrunde Ende Jänner, hatten die Arbeitgeber der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) der Forderung der Arbeitnehmer nach einer Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, nicht zugestimmt. Sie fordern also bei 35-Stunden, die volle Bezahlung einer normalen 40-Stunden Woche. Auch letztes Jahr stand diese Forderung schon im Raum.

Was sagen die Arbeitgebervertreter dazu?

In Zahlen ausgedrückt würde das, laut dem ORF, eine Lohnerhöhung von 8,5 bedeuten. Das sei, laut den Arbeitgebervertretern, nicht bezahlbar. Sie räumen jedoch ein, dass Verbesserungen notwendig seien. Zum Beispiel, solle der Personalschlüssel in den Einrichtungen verbessert werden. Die geplanten Änderungen der Bedingungen, sollen wertvolle Pflegekräfte wieder zurück in den Beruf bringen.

Die Diskussionen gehen bereits in die 6.Runde

Fünf Verhandlungen gab es dazu bereits, die Sechste soll am nächsten Montag, den 17. Februar 2020, starten. Ein erklärtes Ziel der Kärntner Gewerkschaftsvertreter ist es, die Gesprächsbasis zu den Arbeitgebern aufrechtzuerhalten. Sie sehen immer noch eine Chance, dass viele Arbeitgeber, der 35-Stunden-Woche positiv gegenüberstehen.

Wo liegt der Streitpunkt?

Den Grund für die Ablehnung der Forderungen, argumentieren die Arbeitgeber mit der Situation in der stationären Langzeitpflege. Die Versorgung in den Pflegeheimen sei gefährdet. Ein Argument der Gewerkschaft wiederum ist, dass es in dieser Branche viele Teilzeitkräfte gibt, da aufgrund der schweren, körperlichen Arbeit, eine Vollzeitanstellung fast nicht möglich ist.

Ein Lichtermeer als Zeichen

Bereits letzten Donnerstag am 06. Feber 2020, wurde dazu eine Mahnwache von der von der GPA und Vida organisiert. Mit einem Lichtermeer aus zahlreichen Kerzen haben sie ein Zeichen gesetzt – ein Zeichen für bessere Arbeitsbedingungen einer 35-Stunden-Woche.

Wie stehst du zu diesem Thema? Bist du eines der Lichter, die ein Zeichen setzten wollen und die für eine 35-Stunden Woche bei vollem Lohn brennen? Oder findest du, dass alles so bleiben sollte wie es jetzt ist?

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