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Wirtschaft - Kärnten
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Arbeitszeiten sollen verkürzt werden

Demo vor Pflege­heim: Villachs Pflegekräfte fordern 35 Stunden Woche

Villach – Heute wurde in ganz Kärnten vor Pflegeheimen und anderen Einrichtungen mit Plakaten und Schildern für die bereits lange geforderte 35-Stunden Woche demonstriert - so auch vor dem SeneCura Pflegeheim in Villach.

 1 Minuten Lesezeit (209 Wörter) | Änderung am 13.02.2020 - 18.27 Uhr

Zahlreiche Menschen haben sich heute vor dem SeneCura Pflegeheim in Villach zusammengefunden. Sie alle verfolgen ein gemeinsames Ziel. „Konkret wird eine Reduzierung der Arbeitszeit von 38 auf 35 Stunden die Woche im Pfegebereich gefordert“, erzählt uns AVS Betriebsrat Valid Hanuna, der auch in der Gewerkschaft als Funktionär tätig ist. Laut ihm würde das für Teilzeitangestellte eine Lohnerhöhung von 8,7 Prozent bedeuten. „Vollzeitangestellte hätten dann mehr Zeit für die Erholung“, schildert Hanuna.

„Nur auf Gewinn aus“

SeneCura sei laut dem AVS Betriebsrat einer der Betriebe, die auch einen Verhandlungspartner im Arbeitgebergremium haben. „Dieser ist gegen jegliche Arbeitszeitenverkürzung. Aus deren Sicht ist SeneCura ein gewinnorientierter Betrieb und alles was Geld kostet schmälert ja den Gewinn“, kritisiert Valid Hanuna. Deshalb fand die Demonstration auch vor den SeneCura Pflegeheim in Villach statt.

„Pflegekräfte verdienen mehr Wertschätzung“

„Das Einstiegsgehalt im Pflegebereich liegt bei 2.100 Euro Brutto bei Vollzeibeschäftigung“, weiß Hanuna. Laut ihm arbeiten aber über 80 Prozent der Arbeitskräfte als Teilzeitkraft. „Die Arbeiter und Arbeiterinnen haben deutlich mehr Wertschätzung verdient. Sie würden bei einer 35-Stunden-Woche ja immer noch genauso hart arbeiten, aber dafür gerechter bezahlt werden“, so der AVS Betriebsrat abschließend.

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