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Wirtschaft - Klagenfurt
Am Bild v. l.: Abteilungsleiter Albert Kreiner, Stadtrat Frank Frey, Landesrätin Sara Schaar, Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz, Landesrat Sebastian Schuschnig, Stadtrat Markus Geiger und Wolfgang Hafner.
Am Bild v. l.: Abteilungsleiter Albert Kreiner, Stadtrat Frank Frey, Landesrätin Sara Schaar, Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz, Landesrat Sebastian Schuschnig, Stadtrat Markus Geiger und Wolfgang Hafner. © Büro LR.in Schaar

Entlastung für Pendler:

Land Kärnten investiert in Klagenfurter-Öffis

Klagenfurt – Das Land Kärnten möchte in einem neuen Impulspaket bis zu 4,8 Millionen Euro in den öffentlichen Verkehr in Klagenfurt investieren. Finanziell profitieren sollen davon vor allem Pendler. Außerdem könnte mit dem Paket dem Ziel einer stadtweiten 10-Minuten-Taktung der öffentlichen Verkehrsmittel näher gekommen werden. Das Paket soll morgen im Stadtsenat beschlossen werden.

 5 Minuten Lesezeit (601 Wörter)

Gemeinsam investieren Mobilitätsreferent Landesrat Sebastian Schuschnig und Umweltreferentin Landesrätin Sara Schaar mit dem neuen Impulspaket 4,8 Millionen Euro als einen ersten Beitrag in das Öffentliche Verkehrs-Angebot und in eine engere Kooperation zwischen der Stadt Klagenfurt und dem Verkehrsverbund.

Neues Impulspaket präsentiert

„Unsere Städte bieten das größte Potential für den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr und leisten einen wesentlichen quantitativen Beitrag zum Klimaschutz. Das wird allen Fahrgästen und der Umwelt zu Gute kommen“, so Schuschnig, der heute gemeinsam mit Umweltreferentin Schaar der Stadt Klagenfurt – vertreten durch Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz, Stadtrat Markus Geiger und Stadtrat Frank Frey – das neue Impulspaket für den Verkehr im Stadtsenatsaal präsentierte. Das Paket wurde aus dem gemeinsamen Impulsbudget zur Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs in Kärnten und zur Verbesserung der Umweltsituation von Schaar und Schuschnig finanziert.

Klimaschutzziele fordern Umdenken bei Mobilität

Bis 2030, beziehungsweise bis 2050, seien österreichweit und in ganz Europa Klimaschutzziele zu erreichen, „eine große Herausforderung, die wir ohne Umdenken in der Mobilität und in der Anwendung erneuerbarer Energien nur schwer erreichen werden“, erläuterte Schaar. Einig sind sich die beiden Regierungsmitglieder, dass dabei der Umstieg auf den öffentlichen Verkehr eine zentrale Rolle spielt: „Investitionen in den öffentlichen Verkehr sind somit die besten Investitionen für unser aller Zukunft. Eine Attraktivierung der Mobilität im Stadtverkehr hat aus Umweltsicht das größte Potential, mit relativ schnell umsetzbaren Maßnahmen viel für den Klimaschutz zu erreichen. Pro Kilometer haben Linienbusse einen um 77 Prozent niedrigeren Energieverbrauch als Diesel-PKW“, so Schaar.

Mit einem Ticket durch die Stadt

Beschlossen werden soll das mit 4,8 Mio. Euro dotierte Impulspaket morgen, Dienstag, im Stadtsenat der Landeshauptstadt. Ein wesentlicher Teil des Pakets sei für Schuschnig die damit gesicherte Teilintegration des Stadtverkehrs Klagenfurt in den Kärntner Verkehrsverbund. „Wir führen damit zusammen, was zusammengehört. Die Stadt Klagenfurt und der Verkehrsverbund werden künftig enger kooperieren“, so der Verkehrslandesrat. Durch die verstärkte Kooperation soll es künftig möglich sein, dass Fahrgäste mit einem Ticket der Klagenfurt Mobil GmbH auch innerhalb des Stadtgebiets einen Bus des Verkehrsverbundes nutzen können. Auch können dadurch künftig Regionalbusse die Haltestellen des Stadtverkehrs bedienen. „Ein Meilenstein für die Kärntner Verkehrsplanung“, so Schuschnig. Schaar ergänzte, dass dies einen positiven Effekt zur CO2-Reduktion bringe.

„Pendler werden entlastet“

Besonders hob Schuschnig hervor, dass mit dem Impulspaket, wie von ihm angekündigt, auch der Stadtzuschlag ab Mai 2020 abgeschafft werde: „Damit werden Pendler künftig mit bis zu 290 Euro im Jahr entlastet.“ Im Sinne der Nutzer werde damit auch die Tarifstruktur kundenfreundlicher und einfacher.

Unterstützung für Ost-West-Linie B

Mit den Investitionen werde auch die erfolgreiche Ost-West-Linie B in Klagenfurt maßgeblich unterstützt. „Ich halte einen starken Schulterschluss zwischen der Stadt und dem Verkehrsverbund verkehrspolitisch für den absolut richtigen Schritt. Damit sind Planung und Organisation künftig ohne Ressourcenverlust möglich“, begrüßte Bürgermeisterin Mathiaschitz das neue Impulspaket und den verkehrspolitischen Schulterschluss. „Mit dem Paket kommen wir unserem langfristigen Ziel, eine 10 Minuten-Taktung bei den wichtigsten drei Hauptlinien im Stadtgebiet anzubieten, einen großen Schritt näher. Mit der Einführung der Linie B, die zwischen Welzenegg und dem Hauptbahnhof verkehrt, und der im Herbst startenden Erweiterung zur Universität und dem Lake Side Park, zeigen wir, wie attraktiv öffentlicher Verkehr sein kann“, sagte Mathiaschitz und weiter: „Die Stadt hat das Budget aufgestockt, um das Angebot zu erweitern und mehr Menschen für den öffentlichen Verkehr zu gewinnen. Mit der Linie B haben wir auf eigenen Kosten bewiesen, dass Investitionen in das Angebot zu deutlichen Steigerungen der Fahrgastzahlen führen.“

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