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Wirtschaft - Kärnten
Mit Schulden in Höhe von rund 250.000 Euro wurde über die Campfire Outdoors GmbH in St. Veit an der Glan ein Sanierungsverfahren eröffnet.
Mit Schulden in Höhe von rund 250.000 Euro wurde über die Campfire Outdoors GmbH in St. Veit an der Glan ein Sanierungsverfahren eröffnet. © pixabay

Campfire Outdoors GmbH:

Kärntner „2 Minuten 2 Millionen“ Start-Up ist insolvent

St. Veit an der Glan – Wie der Alpenländische Kreditorenverband, AKV Europa, vor kurzem bekanntgab, wurde am heutigen Montag, dem 17. Februar, über das Vermögen der Campfire Outdoors GmbH in St. Veit an der Glan ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet. Der Geschäftsführer des Unternehmens, David Dietrich, ist zum Beispiel von der PULS4-Show "2 Minuten 2 Millionen" bekannt.

 2 Minuten Lesezeit (322 Wörter) | Änderung am 17.02.2020 - 16.00 Uhr

Von dem Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung sind rund 25 Gläubiger betroffen. Die Verbindlichkeiten betragen rund 250.000 Euro. Davon entfallen rund 60.000 Euro auf Lieferanten, 90.000 Euro auf die öffentliche Förderung und rund 100.000 Euro auf Gesellschafterdarlehen. Nur ein Dienstnehmer ist von der Insolvenz betroffen. Dabei handelt es sich um den handelsrechtlichen Geschäftsführer David Dietrich. Er hatte auch schon einmal die Chance, den Pop-Up Store in Klagenfurt zu nutzen. Wir haben berichtet.

„Flying Tent“ nicht gefragt

Seit der Gründung im Jahr 2015 wurden von der Campfire Outdoors Gmbh eigenentwickelte Zelte, die sogenannten „Flying Tents„, die in Asien produziert wurden, aus deren Vertriebslagern in der EU und in den USA vertrieben. Adressaten dieser Zelte waren vorwiegend Sportgroßhändler, vereinzelt auch Einzelhändler und Endkunden über den bestehenden Webshop. Als Ursache des Vermögensverfalles wird angeführt, dass die Zelte und die jeweiligen Produkte vorfinanziert werden mussten. Das sei nicht unüblich, jedoch mangele es am derzeitigen Markt an Interesse, bezieungsweise seien keine Abnehmer gefunden worden, heißt es in einer Aussendung des AKV Europa.

Produkte warten auf Zahlung

Ein weiteres Problem bei der Vorfinanzierung der Produkte ensteht, da derzeit mangels Liquidität die Logistikpartner nicht befriedigt werden können. Die verschicken die Produkte jedoch erst, wenn die Zahlung erfolgt. Ein weiteres Insolvenzthema stellt die Rückführung einer öffentlichen Förderung dar,
die im Jahr 2021 schlagend wird. Mangels derzeitiger und vorhersehbarer Liquidität wird auch die Rückzahlung dieser Förderung nicht möglich sein.

Fortführung des Betriebes ist geplant

Aktiva sind derzeit in der Größenordnung von etwa 40.000 Euro gegeben. Es stellt den Warenwert der Lager in Wiener Neustadt und in den USA dar. Eine Fortführung des Betriebes während des Sanierungsverfahrens ist geplant. An der Fortführung sowie am Abschluss eines
Sanierungsplanes wird mit einer Quote von 30 % festgehalten.  Die Finanzierung soll durch den Abverkauf der Waren sowie durch den Einstieg eines Investors möglich sein, wie der Alpenländische Kreditorenverband berichtet.

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