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Wirtschaft - Kärnten
© WKK/Sommeregger-Baurecht

Praxisnahe Weiterbildung

Neues Kompetenz­zentrum für die Fachkräfte der Zukunft

Klagenfurt – Die Kärntner Handwerker verfügen über höchstes Fachwissen und stellen dieses mit ihrer Qualitätsarbeit täglich unter Beweis. Die WK unterstützt die Betriebe und den Fachkräftenachwuchs mit modernen Werkstätten für Maler & Tapezierer sowie Dachdecker & Spengler, die heute offiziell vorgestellt wurden.

 4 Minuten Lesezeit (483 Wörter)

Wirtschaft und (Aus-)Bildung gehören zusammen: Deshalb hat die Kärntner Wirtschaftskammer in den vergangenen 15 Jahren rund 50 Millionen Euro in Bildungseinrichtungen investiert. Keine andere Organisation in Kärnten verfügt über so vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten. „Ein weiterer Meilenstein ist uns nun mit der Errichtung der Dachdecker- und Spenglerwerkstätte gelungen. Gemeinsam mit dem WIFI Kärnten haben wir ein Kompetenzzentrum für die Ausbildung der jungen Fachkräfte geschaffen“, freut sich WK-Präsident Jürgen Mandl anlässlich der Eröffnung am Gelände der Postgarage in Klagenfurt.

Am Dach geht die Post ab

Die neuen Werkstätten ermöglichen eine praxisnahe und hochwertige Weiterbildung. Insgesamt wurden 500 m² alte Garagenfläche saniert und zu einer 320 m² großen Dachdeckerwerkstätte und einer 180 m² umfassenden Malerwerkstätte umgebaut. Die Werkstätte für Dachdecker bietet diverse Dachmodelle sowie einen Flachdachbereich. Außerdem ist sie mit modernsten Biegemaschinen für Spengler ausgestattet. Die Maler- und Tapeziererwerkstätte ist in Kojen gestaltet, um den angehenden Profis genug Raum für ihre Arbeiten geben zu können.

Vision wurde Realität

In den beiden neuen Werkstätten werden künftig Kurse, Lehrabschlussprüfungen, individuelle Befähigungs- und Meisterprüfungen durchgeführt. Circa 100 Dachdecker- und Spengler-Lehrlinge sowie knapp 140 Maler- und Tapeziererlehrlinge werden Teile ihrer Ausbildung in den zeitgemäß gestalteten Ausbildungsräumlichkeiten absolvieren. Davon ist Gottfried Gautsch, Innungsmeister der Dachdecker, Glaser und Spengler, begeistert: „Es freut mich sehr, dass aus einer Vision für die Zukunft des Dachdecker- und Spenglerhandwerks nun Realität geworden ist. So können Theorie und Praxis noch besser verknüpft und effizient Know-how vermittelt werden.“ Doch damit gibt sich Gautsch nicht zufrieden – er will auch die Meisterausbildung für Dachdecker und Spengler wieder nach Kärnten holen: „Die neue Werkstatt schafft dafür die besten Voraussetzungen!“

Qualifikation schafft Qualität

Rudolf Bredschneider, Innungsmeister der Maler und Tapezierer, sieht das ganz ähnlich: „Qualifikation schafft Qualität. Die neue Malerwerkstatt ermöglicht eine praxisnahe und hochwertige Aus- und Weiterbildung für Maler, Tapezierer und Schilderhersteller.“ Nach 35 Jahren in der bisherigen Lehrwerkstätte sei in den neuen Räumlichkeiten ein Raum- und Funktionskonzept realisiert worden, das den aktuellen Auflagen und Anforderungen entspreche. Auch auf zeitgemäße Umweltstandards wurde geachtet: Eine Spaltanlage trennt die restlichen Farbstoffe, die gesondert entsorgt werden können. Die moderne Werkstätte in der Postgarage ist für Bredschneider auch Vorbild für die Fachberufsschule Völkermarkt, die dringend generalsaniert werden muss. Bredschneider: „Dort werden Maler, Beschriftungsdesigner, Maurer, bautechnische Zeichner, Hafner und Fliesenleger ausgebildet, der derzeitige Zustand ist dem Namen Kompetenzzentrum Bau nicht würdig.“

Wichtigste Ressource: Mitarbeiter

Die Millioneninvestitionen aus Mitgliedsbeiträgen der Wirtschaftskammer in Bildungseinrichtungen haben für WK-Präsident Jürgen Mandl einen wichtigen Grund: „Bildung und Wissen sind heute ausschlaggebend für einen starken Lebensstandort Kärnten, weil die hochqualifizierten, engagierten Mitarbeiter die wichtigste Ressource sind, über die Kärnten verfügt.“

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