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Bernhard Smole, ein Taxifahrer mit Leidenschaft
Bernhard Smole, ein Taxifahrer mit Leidenschaft © 5 Minuten
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Seit 42 Jahren mit dem Taxi in Villach unterwegs!

Bernhard Smole: Er kurvte rund 75 Mal um die Erde

Villach – Das kann man sich nur schwer vorstellen - 42 Jahre in Villach als Taxifahrer unterwegs ... Bernhard Smole hat uns auf eine kleine Reise in die Vergangenheit mitgenommen. Ein halbes Leben im Auto - wie fühlt sich das an?

 10 Minuten Lesezeit (1311 Wörter)

Ein Urgestein der Taxibranche

Der gebürtige Villacher Bernhard Smole ist mit 62 Jahren noch heute in seinem Taxi unterwegs… und das seit unglaublichen 42 Jahren Taxi-Karriere, auf die er stolz zurückblickt. „Mir macht das Fahren immer noch Spaß, auch wenn das eigenartig klingen mag. Ich bin gerne Taxler – auch in der letzten Etappe vor meiner anstehenden Rente werde ich meine Fahrten noch mit Freude erledigen,“ sagt er überzeugt und erinnert sich: „Als ich angefangen habe, waren wir 19 Taxis in Villach – heute sind es 150 Wägen!“ Blicken wir einfach mal ein paar Jährchen zurück …

Wie alles begann

Bernhard Smole ist im Prinzip mit Taxis groß geworden. Schon sein Opa und danach seine Eltern waren Taxiunternehmer. Im Jahr 1984 war er bei den ersten Kursen dabei, legte zielstrebig die Konzessionsprüfung ab und entschied sich ein Jahr später für die Selbstständigkeit. „Ich habe die Firma meiner Eltern übernommen und nebenbei beim Aufbau von FUNKTAXI mitgewirkt. Zuerst waren es noch zwei Unternehmen, die letztlich zu einem zusammengeführt wurden,“ erklärt Smole. „Damals war der Hauptplatz noch befahrbar. Einige werden sich bestimmt erinnern können.“ Mit leuchtenden Augen erzählt er von seinem ersten Arbeitstag. „Das war mein erstes Auto: Ein mintfarbener Peugeot 604.“ Beeindruckend, welch Flair dieses Foto selbst heute noch ausstrahlt. Man kann sich fast ein bisschen in die Zeit zurückversetzen, auch wenn man nicht dabei war. „Der Hauptplatz war sehr belebt, es gab Geschäfte rechts und links und die Autos fuhren über den Platz,“ sagt Smole.

Sein erster Taxistand am Unteren Kirchenplatz

Wir stehen heute genau da – bei der Anzeigetafel unter der Kirche, wo früher die Taxis gereiht waren – da war mein erster Taxistand,“ zeigt uns Smole den Ort des Geschehens. Wir wollten wissen, ob sich heute im Gegensatz zu früher vieles verändert hat, ob es sich anders anfühlt für ihn? Smole denkt nach und meint: „Früher war man als Taxifahrer noch wer – man hatte einen gewissen Status. Man muss bedenken, dass sich nur wenige Fahrgäste ein Taxi leisten konnten. Es war nicht üblich, einfach so ein Taxi zu nehmen. Vor 40 Jahren war das noch etwas Besonderes, fast nobel. Und als Fahrer hat man doch ein gewisses Ansehen genießen dürfen.“

Was erlebt man in 42 Jahren als Taxifahrer?

„Vieles, sehr vieles,“ meint er lächelnd und ergänzt: „Aber es ist nicht so, dass ich mich an eine spezielle Situation erinnern könnte, die extrem schlimm oder extrem schön gewesen wäre. Eine filmreife Verfolgungsjagd war auch nicht dabei (lacht). Aber viele tolle Erlebnisse, auch unzählige private Geschichten und Schicksale – mal traurige, mal erfreuliche – die mir meine Fahrgäste anvertraut haben. Den Taxifahrern geht’s diesbezüglich ähnlich wie Friseuren. Man erfährt spannende Dinge, nach denen man nicht fragt,“ meint er verschmitzt. Aber auch die sogenannte Verschwiegenheit ist Ehrensache. Trotzdem fühlt er sich geschmeichelt, wenn ihm seine Kunden Privates anvertrauen. Mehr kriegen wir allerdings nicht aus ihm heraus. Ein Gentleman eben, der lieber genießt und schweigt. Nun gut, … das akzeptieren wir und schwenken zum nächsten Thema.

Wie hart ist das Taxigewerbe – kann man gut davon leben?

„Natürlich muss man als Selbstständiger die Autos selber finanzieren und auch sämtliche Abgaben berappen. Die Konkurrenz ist auch stärker geworden im Vergleich zu früher. Aber ich hatte immer gute Fahrzeuge, die lange gehalten haben. Nach dem mitfarbenen Peugeot war’s ein Mercedes, dann ein VW Passat und danach bin ich auf Audi umgestiegen und bei dieser Marke geblieben,“ sagt Bernhard Smole und fügt begeistert hinzu: „Das waren defintiv die besten Autos! Audi A6, mit denen bin ich 400.000 bis 500.000 Kilometer gefahren.“ Auch wenn der Taxiunternehmer sein letztes Jahr mit einem Peugeot fahren muss (man hört heraus, er sehnt sich nach seinem Audi, der leider ausgedient hat) – ist es doch wieder lustig und passend. Es hat mit einem Peugeot begonnen und endet wieder mit einem. In seiner Taxilaufbahn hat er rund drei Millionen Kilometer zurückgelegt – das ist circa 75 Mal um die Erde! Wahnsinn… da kommt richtig was zusammen nach 42 Jahren mit 12-Stunden-Diensten.

 

„Wenn ich nicht im Taxi saß, hab ich Telefondienst gemacht. Der Aufbau von Funktaxi hat sich auf jeden Fall gelohnt!“ Die Firma ist stetig gewachsen. Das freut nicht nur Smole – alle Vereinsmitglieder profitieren von der erfolgreichen Gemeinschaft. „Ich bin sozusagen eines der Gründungsmitglieder von Funktaxi und blicke gerne auf die Anfänge mit den Vereinskollegen zurück. Es war echt spannend, das alles mitaufzubauen und zu sehen, dass die viele Arbeit Früchte trägt.“

Was wollen die Kunden von heute, gibt es Unterschiede zu früher?

„Im Prinzip ist es heute wie damals einfach wichtig, dass man freundlich und pünktlich ist,“ sagt Smole. Obwohl es schon ein wenig Prestige-Sache ist, mit welchem Auto man seine Kunden abholt. „Ich war bereits seinerzeit bestrebt, mit einem tollen und sauberen Wagen vorzufahren, weil ich wollte, dass meine Fahrgäste sich wohlfühlen – egal ob Kurz- oder Langstrecke. Und ich denke, das hab ich bislang ganz gut hingekriegt.“

Freizeit & Privates

Bernhard Smole hat keine Kinder und ist seit sieben Jahren rundum glücklich verheiratet. „Es ist meine erste Ehe,“ betont er zufrieden und stolz. Seine Partnerinnen waren immer verständnisvoll, trotz der langen Dienste und der oft eher spärlichen Freizeit. Aber nun – wenn er in knapp einem Jahr seine wohlverdiente Pension antritt – werden die beiden die gemeinsame Zeit so richtig genießen, erklärt er voller Vorfreude. „Ich reise für mein Leben gern und bin ein Genussmensch, der sich öfter mal teure, exklusive Hotels mit viel Komfort gönnt,“ erzählt er. Kulinarik, Entspannung, Abschalten und die Seele baumeln lassen sind jene Dinge, die er zum Ausgleich braucht. „Ich fahre mit meiner Frau gerne ins Lesachtal, zum Wellnessen, oder übers Wochenende ans Meer. Gibt ja genügend sehenswerte Orte und Gegenden.“ Und es gibt unzählige tolle Häuser, wo das Dolce-far-niente wunderbar funktioniert. „Ab und zu sind wir auch mit dem Bus unterwegs, da geb ich gerne das Steuer aus der Hand,“ meint er mit Augenzwinkern. Ob er sich schon auf seinen Ruhestand freut? „Ja – das tue ich – absolut,“ sagt er ganz ohne Wehmut oder Bedauern und ergänzt: „Es wird mir nicht schwer fallen, loszulassen.“

Wir bedanken uns ganz herzlich für dieses interessante Gespräch und wünschen ihm für sein finales Taxijahr noch viele angenehme Fahrgäste! Und dem Verein Funktaxi ebenfalls noch viel Spaß mit dem äußerst humorvollen und sympathischen Vereinsmitglied Bernhard Smole.

Funktaxi hat’s drauf

Die Fahrgäste erwartet nicht nur gewohnt professioneller Service und bester Komfort in den Fahrzeugen von Funktaxi 2 88 88 – es gibt auch die Möglichkeit, ganz unkompliziert und komfortabel von zu Hause aus sein Taxi zu buchen. Das Online-Buchungstool Taxi Buchen auf der neuen Website geht ganz leicht und bequem. Nach der Eingabe von Datum, Uhrzeit, Fahrtstrecke und Personenanzahl wird das gewünschte Taxi gewählt und die Kosten sind auf einen Blick ersichtlich. Die gratis Apptaxi.eu“ verfügt über einen Pool von 60.000 Taxis verfügt und kann gratis heruntergeladen werden.

Rundum-Servicepaket

Das Unternehmen Funktaxi 2 88 88 überzeugt mit Freundlichkeit und Qualität. „Es geht nicht nur darum, unsere Fahrgäste von A nach B zu bringen, sondern auch um zusätzlichen Service. Wir möchten den Villacher Fahrgästen neben Botendiensten auch Zustelldienste anbieten. Die Flughafentransfers und der bereits bekannte V-Shuttle gehören ebenfalls dazu“, betont Vorstand Hodzic. Sogar wenn das Auto beim Starten Probleme macht, ist das Taxiunternehmen zur Stelle. Oft sogar schneller als der Pannendienst. Die Anfahrtszeit der Taxis beträgt maximal 10 Minuten, und das garantiert! Die Kundenzufriedenheit steht an oberster Stelle und das wissen die Taxigäste zu schätzen.

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1. Villacher Funktaxiverein

Franz-von-Tschabuschnig-Straße 10
9500 Villach
Tel.: 04242 28888
[email protected]
www.taxi28888.at


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