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Politik - Kärnten
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FPÖ fordert, ÖVP kontert:

Sind die Kärntner Öffi-Jahrestickets zu teuer?

Kärnten – Im Zusammenhang mit der Preissenkung bei Bus und Bahn in Kärnten konnte ein erster Teilerfolg erzielt werden, denn ab 1. Mai 2020 soll der Stadtzuschlag in Klagenfurt, der zu Mehrkosten für Pendler in der Höhe von jährlich 290 Euro geführt hat, wegfallen. Nun fordert die FPÖ dasselbe auch für Villach. Die ÖVP äußert sich durch Sebastian Schuschnig zu diesem Thema. 

 3 Minuten Lesezeit (417 Wörter) | Änderung am 22.02.2020 - 20.54 Uhr

Der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann stellt fest: „Der Wegfall des Stadtzuschlages in Klagenfurt ist ein erster Teilerfolg für die Kärntner FPÖ. Jetzt muss sofort auch der Stadtzuschlag für Villach gestrichen und umgehend auch ein leistbares Kärntner-Jahresticket, wie in anderen Bundesländern auch, eingeführt werden“. Landesrat  Sebastian Schuschnig von der ÖVP meint dagegen: „Die FPÖ versucht zum wiederholten Mal, einen Sturm im Wasserglas zu konstruieren. Wer eine Benachteiligung für Pendler nach Villach sieht, ist schlicht schlecht informiert oder verdreht bewusst die Tatsachen. Fakt ist: Der Stadtzuschlag wird noch heuer in ganz Kärnten abgeschafft“.

Pendler kommen auf ihre Kosten

Laut Darmann koste ein landesweites Jahresticket für Bus und Bahn in Tirol nicht einmal 500 Euro. Im Vergleich dazu zahle aber zum Beispiel ein Klagenfurter der täglich nach Villach zur Arbeit fahre, auf Grund des immer noch nicht gestrichenen Stadtzuschlages von 290 Euro, rund 1.300 Euro im Jahr. Bei diesen Preisen brauche man sich nicht wundern, wenn in Kärnten kaum jemand Bus und Bahn benutzt, so Darmann.

,,Auch Einpendler nach Villach werden künftig nicht mehr doppelt belastet und können den Stadtverkehr kostenfrei mit ihrem Verbund-Ticket nutzen. Daran arbeiten wir intensiv. Mit der Stadt Klagenfurt wurde die Abschaffung des Stadtzuschlages bereits vertraglich vereinbart. Auch die Gespräche mit der Stadt Villach verlaufen bereits sehr positiv. Voraussetzung ist jedoch, dass die Stadt ihre Verantwortung für den Stadtverkehr im Sinne des Klimaschutzes ernst nimmt und die finanziellen Mittel auch entsprechend im Budget aufstockt“, meint dazu Schuschnig.

Ziel sind ,,leistbare“ Angebote 

„Der Stadtzuschlag in Villach muss umgehend gestrichen werden. Ebenso muss ein günstiges Kärntner Jahresticket zum Preis von unter 500 Euro, wie in anderen Bundesländern auch, endlich umgesetzt werden. Hier sind die Kärntner Landesregierung insbesondere der ÖVP-Landesrat Schuschnig und die in Villach für den öffentlichen Verkehr zuständige SPÖ in der Verantwortung und seit Jahren säumig“, stellen Darmann, Dieringer-Granza und Baumann fest.

„Derzeit laufen die Verhandlungen zwischen dem Bund und den Ländern zu dem von der neuen Bundesregierung geplanten 1-2-3-Ticket an, von dem gerade Kärnten stark profitieren kann. Wir bringen uns stark in die Gespräche ein, um bundesweit eine einheitliche und attraktive Tarifstruktur aller Verkehrsverbünde zu schaffen. Günstige Tickets bringen jedoch nur dann etwas, wenn auch das Angebot passt. Das wichtigste ist daher, zuerst in den Ausbau des Angebots zu investieren. Wir schaffen derzeit die Trendwende und  investieren jährlich mehr in den Verkehr“, vertritt Schuschnig den Standpunkt der ÖVP.
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