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Politik - Kärnten
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SPÖ, FPÖ und ÖVP diskutieren

Wie geht es weiter mit der Pflege­ausbildung in Kärnten?

Kärnten – Die Pflege in Verbindung mit der Ausbildungsmöglichkeiten in dem Bereich, sind derzeit ein heiß diskutiertes Thema. Die SPÖ, die FPÖ und die ÖVP wenden sich mit Forderungen, Appellen und Erklärungen an die Öffentlichkeit.

 3 Minuten Lesezeit (456 Wörter) | Änderung am 26.02.2020 - 09.23 Uhr

Den Parteien SPÖ und FPÖ scheint das Thema Pflege und Ausbildung ein Anliegen zu sein. Von beiden Seiten gibt es Wünsche und Forderungen an die ÖVP. Die ÖVP äußert sich dazu durch Clubobmann Markus Malle.

Die Parteien haben unterschiedliche Auffassungen

„Gerade in Kärnten ist das bestehende Pflegepersonal überlastet. Daher benötigen wir eine Pflegelehre, um die notwendige Anzahl an qualifizierten Pflegekräften, die dringend in der Gegenwart und umso mehr für die Zukunft benötigt werden, zu erhalten“, so FPÖ-Sozialsprecher Harald Trettenbrein. Er appelliert an Landeshauptmann Kaiser und Sozialreferentin Prettner, die Pflegelehre in Kärnten zu ermöglichen und nicht weiter aus ideologischen Gründen zu blockieren.

Beate Prettner von der SPÖ appelliert hingegen: „Der Bund kann sich nicht länger mit wortreichen Ankündigungen über tatsächliche Probleme drüberschwindeln. Eine Ausbildungsoffensive sieht jedenfalls anders aus, als nur 180 Schülern in ganz Österreich eine BHS-Pflegeausbildung zu ermöglichen.“ Die Weigerung der ÖVP, das Modell eines derzeit laufenden Schulversuchs an öffentlichen Schulen zuzulassen, sei „nicht nur kurzsichtig, sondern brandgefährlich angesichts der Tatsache, dass wir innerhalb der nächsten zehn Jahre weitere 75.000 Pflegekräfte benötigen“.

Was meinen sie zum Schulversuch?

„Der Schulversuch einer Pflege-HTL mit Matura ist gut und vernünftig. Aber das kann nur einen Teil der notwendigen Maßnahmen abbilden. Wir brauchen auch dringend das Modell der Pflegelehre, das bereits seit 2004 mit Erfolg in der Schweiz angeboten wird“, erläutert Harald Trettenbrein von der FPÖ. „Wir brauchen bei der Ausbildung von Pflegekräften beide Richtungen: eine schulische Ausbildung, aber auch eine praktische Ausbildung vor Ort“, so der FPÖ-Sozialsprecher abschließend.

Kärnten ist bei besagtem Schulversuch federführend mit zwei Standorten dabei: „In Klagenfurt und Villach wird das Land das Projekt finanzieren. Laut Bildungsministerium ist der Pilotversuch auf sieben Jahre begrenzt, dann soll evaluiert werden – und erst dann könnte eine Ausweitung auf das öffentliche Schulwesen erfolgen. Im Klartext heißt das: Die ÖVP würde erst frühestens im September 2027 die Pflegeausbildung an öffentlichen BMHS erlauben: Die ersten Absolventen hätten wir dann im Sommer 2032. Das sagt eigentlich alles darüber aus, um wie viel zu spät es ist“, warnt die Kärntner Gesundheitsreferentin Beate Prettner.

Was sagt die ÖVP dazu?

Der ÖVP Clubobmann Markus Malle reagiert auf die Forderungen und Apelle zum Thema „Pflege in Kärnten“ wie folgt: „Die Bevölkerungsentwicklung in Kärnten zeigt klar auf: der Ausbau der flexiblen, mobilen Pflegebetreuung ist ein absolutes Muss. Wir wissen heute schon, dass ein Platz im Pflegeheim rund acht mal so viel kostet, wie die mobile Betreuung. Hier gibt es schnell nutzbares Optimierungspotenzial, denn ein Fünftel der Pfleglinge in Heimen könnte auch zu Hause betreut werden, es fehlt jedoch an den Angeboten“.

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