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Wirtschaft - Villach
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Konkursverfahren eröffnet

All 4 Kids insolvent: Standort Wernberg soll geschlossen werden

Wernberg – Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) heute bekannt gab, wurde über das Vermögen der All 4 Kids – Kinderbetreuungs- und Sozialprojekte GmbH ein Konkursverfahren eröffnet. Die Verbindlichkeiten betragen rund 669.000 Euro. Das Unternehmen soll durch Teilbetriebsschließung des Standortes Wernberg fortgeführt werden.

 3 Minuten Lesezeit (382 Wörter) | Änderung am 04.03.2020 - 20.50 Uhr

Über das Vermögen der All 4 Kids – Kinderbetreuungs- und Sozialprojekte GmbH wurde heute ein Konkursverfahren am Landesgericht Klagenfurt eröffnet, das teilte der AKV kürzlich in einer Presseaussendung mit. Demnach betragen die Verbindlichkeiten rund 669.000 Euro. Hierbei entfallen laut dem AKV 258.000 Euro auf Bankverbindlichkeiten, 82.000 Euro auf Verbindlichkeiten aus Bestandsverhältnissen, 130.000 Euro auf Lieferantenverbindlichkeiten und 199.000 Euro auf öffentliche Abgaben. Die Aktiva werden mit rund 450.000 beziffert. Es sei daher von einer Überschuldung von rund 219.000 Euro auszugehen.

Teilbetriebsschließung des Standortes Wernberg

Das Unternehmen wurde im Jahr 2009 gegründet. Mittlerweile gibt es drei Standorte, jeweils einen in Landskron, Wernberg und Finkenstein. Das Unternehmen beschäftigt sich insbesondere mit Kinderbetreuung und sonstigen Betreuungsprojekten für Jugendliche, speziell der Erhaltung und Führung von Kindergruppen, Kindergärten und Schulen.

Es sind rund 10 Gläubiger und 27 Dienstnehmer in drei Filialen von der Insolvenz betroffen. Das Unternehmen soll laut dem AKV durch Teilbetriebsschließung des Standortes Wernberg fortgeführt werden. Aufgrund dieser Maßnahme soll auch die Sanierung der Schuldnerin mittels Sanierungsplanes möglich sein.

Insolvenzursache

Wie der AKV mitteilte, seien die Errichtung und der Betrieb der Tagesstätten in Landskron und Finkenstein in den Jahren 2009 und 2010 äußerst positiv verlaufen. 2013 sei dann die Gesellschaft durch einen alterserweiternden Kindergarten, also für Kinder bis 6 Jahren, und eine Privatschule in Wernberg ergänzt worden. Mit der Übernahme der Errichtung in Wernberg sei es schließlich zu ersten Problemen im Bereich Auslastung und Personal gekommen. „Ab 2017 wurden die Kontrollen durch das Land Kärnten erheblich verstärkt, was zu einem enormen Verwaltungsaufwand führte. Hinzu kamen Diskrepanzen zwischen der Schuldnerin und Land Kärnten über die Voraussetzungen zur Erlangung von Förderungen und über die Voraussetzungen zur Auszahlung von solchen Förderungen“, verkündet der AKV.  Trotz des erheblichen Einsatzes von eigenen finanziellen Mitteln durch die Alleingesellschafterin sei es der Schuldnerin in den letzten 2 Jahren nicht gelungen, weitere Förderungen zu erlangen und ausgeglichen zu budgetieren.

Fortführung geplant

Die Fortführung des Unternehmens und die Sanierung sollen laut dem AKV in erster Linie durch die Schließung des Standortes Wernberg ermöglicht werden. Durch Änderung der Organisationsstruktur und Schließung des unrentablen Teilbetriebes soll es der Schuldnerin demnach gelingen, ihren Betrieb wieder positiv zu führen. Die Betreuung der 34 Kinder in Finkenstein und der 33 Kinder in Landskron soll erhalten bleiben.

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