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© KK

"Anzelhoft"

Villacher singt über Corona: „Die Viren san in da Über­zohl“

Villach – Der Villacher Musiker Wolfgang Fischer hat seine Gedanken zur aktuellen Situation rund um den Coronavirus in einem neuen Song verarbeitet. "Anzelhoft" heißt die Nummer, in der Fischer unter anderem die Angst in der Bevölkerung, die leeren Supermarktregale und das Saisonende der Eishockeyliga zum Thema macht. Warum schreibt man so einen Song? Das uns vieles mehr erklärt uns der Musiker.

 3 Minuten Lesezeit (442 Wörter)

Kaum ein Thema ist derzeit so präsent, wie die Ausbreitung des Coronavirus. Nicht verwunderlich ist es daher, dass sich auch Musiker und Künstler mit dem Thema auseinandersetzen. So auch der Villacher Musiker Wolfgang Fischer von „Die Guiteros“, der seine Gedanken und Beobachtungen in seinem neuen Song „Anzelhoft“ zum Besten gibt.

Warum schreibt man einen Corona-Song?

,,Der Titel „Anzelhoft“ (Corona) ist natürlich darauf bezogen, was einem blühen kann, wenn man sich damit infiziert. Ich glaube, dass alles im Leben immer zwei Seiten hat und so ist es auch mit diesem Virus und auch mit dem Text von dem Lied‘‘, erklärt der Songwriter. ,,Wie ich auf die Idee gekommen bin das Lied zu schreiben, ist nicht schwer zu erraten. Es dreht sich ja zurzeit im medialen Bereich so gut wie alles um das Coronavirus und auch im privaten Bereich wird dieses Thema natürlich häufig angeschnitten und diskutiert‘‘, erklärt Fischer.

,,Ich wollte ganz einfach einen Liedtext über den derzeitigen Zustand in unserer Region verfassen. Auf der einen Seite von einer eher humorvollen Sichtweise aus, weil ja schon genug Panik um das Virus herrscht und ich mit meinem Lied nicht noch mehr Angst verbreiten will. Auf der anderen Seite wollte ich in dem Text aufzeigen, dass mit dem Coronavirus natürlich auch Vorsicht geboten ist‘‘, erzählt der Musiker über den Hintergrund zum Song.

Eine Kostprobe aus dem Song

„…Weil solltest du befollen sein

von Corona gehst du ein

gonz jämmerlich und voller Quol

die Viren san in da Überzohl…“

,,Es wird viele Berufe treffen‘‘

,,Auch ich selber, als hauptberuflich, freischaffender Musiker, bin davon betroffen. Alle meine Auftritte im März wurden bereits abgesagt und auch das am 04. April geplante „Honky Tonk Festival“ in Villach, wo ich mit meiner Band „Die Guiteros“ auftreten sollte, ist verschoben. Das sind natürlich Einschränkungen und Abstriche in beruflicher und natürlich finanzieller Hinsicht die nicht nur mich, sondern auch viele andere Berufssparten betreffen wird‘‘, erklärt Fischer gegenüber 5 Minuten.

,,So etwas habe ich noch nie erlebt‘‘

,,Ich bin 1972 geboren und das Einzige, dass mir noch einfällt, ist das Atomunglück in Tschernobyl im Jahr 1986. Aber nicht einmal da war eine Absicht, geschweige der Beschluss, ganze Universitäten und Schulen zu schließen oder Veranstaltungen abzusagen. Es ist auch zum Beispiel das erste Mal, dass es in der österreichischen Eishockeybundesliga keinen Meister gibt usw. Einen derartigen Zustand und Einschnitt in unser Leben, also was uns alle, die ganze Gesellschaft betrifft, habe ich bis jetzt eigentlich noch nicht erlebt‘‘, meint der Musiker zur derzeitigen Situation in Kärnten.

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