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Wirtschaft - Klagenfurt
© pixabay

Sanierung geplant:

Traditions­unternehmen Jergitsch-Gitter insolvent

Klagenfurt – Wie der KSV1870 und AKV Europa heute bekannt haben, wurde am 13. März 2020 über das Vermögen der Firma Jergitsch-Gitter Metallbau u. Zaunbau GmbH aus Viktring ein Insolvenzverfahren am Landesgericht Klagenfurt eröffnet. Ein Sanierungsverfahren wird angestrebt.

 2 Minuten Lesezeit (297 Wörter)

Gegenstand des Unternehmens: Metallbau, Alu-, Stahl- und Glaskonstruktionen sowie Gitter-, Tor- und Zaunbau und Schlossereiarbeiten. Von der Insolvenz sind 13 Gläubiger betroffen. Die Schulden belaufen sich auf rund 326.000 Euro. Dem gegenüber stehen Aktiva von rund 200.000 Euro aus Betriebsausstattung, offene Forderungen, laufende Aufträge und dergleichen.

Sanierungsplan angestrebt

Die Insolvenzgläubiger erhalten eine Quote von 20 % ihrer Forderungen in 4 Raten zu je 5 % binnen zwei Jahren. Dieser soll durch die Fortführung aufgebracht werden. Ab sofort können Gläubigerforderungen bis zum 6. April 2020 (gerichtliche Anmeldefrist) über den KSV1870 oder dem AKV Europa angemeldet werden. Mail: [email protected] oder unter [email protected].

Insolvenzursache (lt. Schuldnerangaben):

„Bei Großbaustellen ist des Öfteren vorgekommen, dass nach Auftragserteilung während der Auftragsausführung bestimmte Positionen aus dem ursprünglichen Leistungsverzeichnis gestrichen wurden. Dies meist ohne Angaben von Gründen. Dies führt dazu, dass die Kalkulation, die ursprünglich vorgenommen wurde „nicht aufging“ und entsprechende Ertragsausfälle hingenommen werden mussten. Des Weiteren lag bei Großbaustellen zwischen Auftragserteilung und Fertigstellung oft ein Zeitraum von 2 bis 3 Jahren. In diesem Zeitraum haben sich teilweise erhebliche Preissteigerungen beim Material ergeben, die nicht an den Auftraggeber weiterverrechnet werden konnten. Zudem kam es auch zu Forderungsausfällen. Weiters wurde über das Vermögen eines wesentlichen Lieferanten für Aluminiumprofile ein Insolvenzverfahren eröffnet, was dazu führte, dass Material bei anderen Anbietern zu wesentlich höheren Preisen beschafft wurden musste. Letztlich führte die Konzentration auf Großaufträge dazu, dass der Bereich Privatkunden vernachlässigt wurde und nicht mehr im notwendigen Umfang bearbeitet werden konnte. Künftig soll das Augenmerk wieder auf kleinere bzw. private Aufträge gelegt werden. Es gibt bereits zahlreiche Anfragen, Angebote werden laufend verschickt.“

Die Angaben der Schuldnerin konnten in der kurzen Zeit vom KSV1870 noch nicht überprüft werden.

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