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Aktuell - Kärnten
Der Beitrag eines Facebook-Nutzers wurde bereits über 630 Mal geteilt. Die Landespolizeidirektion Kärnten versichert jedoch, dass es sich dabei um Fake-News handelt.
Der Beitrag eines Facebook-Nutzers wurde bereits über 630 Mal geteilt. Die Landespolizeidirektion Kärnten versichert jedoch, dass es sich dabei um Fake-News handelt. © KK

Infizierte Migranten an der Grenze?

Fake-News rund um Grenz­kontrollen sorgen für Aufsehen

Kärnten – Die Lage rund um den Coronavirus betrifft uns alle und wir alle haben eine eigene Meinung über die gesetzten Vorschriften der Bundesregierung. Soziale Medien wie Facebook und Co bieten da natürlich eine optimale Plattform, um diese Meinungen mit der Öffentlichkeit zu teilen. Aber aufgepasst: Nicht alles, was dort steht, entspricht auch der Wahrheit. Das zeigen auch Facebook-Beiträge rund um die Grenzkontrollen zu Italien, die derzeit für Aufsehen sorgen.

 3 Minuten Lesezeit (363 Wörter) | Änderung am 16.03.2020 - 15.30 Uhr

Unglaublich: In den sozialen Medien kursieren derzeit etliche Gerüchte über die Ausbreitung des Coronavirus und die von der Bundesregierung gesetzten Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung zu verlangsamen. Viele davon entsprechen aber leider nicht der Wahrheit, wie auch vom Pressedienst der Landespolizei Kärnten bestätigt wird.

Fake-News: „Infizierte Migranten durften einreisen“

Am Samstag, dem 14. März, sorgte ein Facebook-Nutzer für großes Aufsehen mit einem seiner Beiträge. Darin ist zu lesen, dass angeblich am Freitag, dem 13. März, einhundert Migranten in Postbussen an der Grenze bei Thörl Maglern eingetroffen waren. Ungefähr 30 davon seien, laut dem Facebook-Beitrag, mit dem Coronavirus infiziert und wurden in die umliegenden Krankenhäuser aufgeteilt. Mittlerweile wurde der Facebook-Beitrag über 630 Mal von anderen Facebook-Nutzern geteilt.

Polizei Kärnten: „Handelt sich um Fake-News“

Auf Anfrage von 5-Minuten beim Pressedienst der Landespolizeidirektion Kärnten wurde uns folgendes mitgeteilt: „Bei diesem Facebook-Beitrag und auch etlichen anderen handelt es sich ganz sicher nicht um die Wahrheit. Solche Informationen darf man nicht einfach glauben.“ Wichtig ist also, dass nicht alles, was auf sozialen Netzwerken gepostet wird, auch der Wahrheit entspricht. Wären wirklich so viele Migranten an der Grenze aufgetaucht und wären darunter auch wirklich mehrere infizierte Personen gewesen, wäre die Öffentlichkeit darüber sicher informiert worden, heißt es seitens der Landespolizeidirektion.

Verbreiter von Fake-News überführt

Das Verbreiten von Fake-News kann auch rechtliche Schritte nach sich ziehen. Zwei Verdächtige wurden am Samstag, dem 14. März, in Salzburg wegen der Verbreitung falscher Nachrichten über einen Corona-Krankheitsfall angezeigt. Das Bundesministerium für Inneres warnt vor strafrechtlichen Konsequenzen für das Verbreiten von Fake-News.

SPÖ-Kärnten: „Werden jede Falschmeldung melden!“

Kritik an den verbreiteten Unwahrheiten kommt auch von der SPÖ-Kärnten. „Wir werden jede Falschmeldung melden und weitere rechtliche Schritte prüfen“, stellt Landesgeschäftsführer Andreas Sucher klar, der die unwahren Postings über Coronavirus infizierte Flüchtlingen, die heimlich in Bussen über die Grenze nach Kärnten und in unsere Spitäler gebracht werden, scharf verurteilt.

Sucher fordert sämtliche Kärntner Parteien auf, sich auch von derartigen „dummen und für den sozialen Frieden in Kärnten gefährlichen“ fake news zu distanzieren.

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