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Politik - Kärnten
Vor allem ältere Personen sind oft auf Betreuung oder sogar 24-Stunden-Pflege angewiesen. Das Land Kärnten versucht nun alles, um die Pflegeversorgung in der aktuellen Lage zu sichern.
SYMBOLFOTO Vor allem ältere Personen sind oft auf Betreuung oder sogar 24-Stunden-Pflege angewiesen. Das Land Kärnten versucht nun alles, um die Pflegeversorgung in der aktuellen Lage zu sichern. © Pixabay

Land Kärnten sichert Pflegeversorgung:

Schüler könnten für Betreuungs­dienste herangezogen werden

Klagenfurt – Heute tagte der Sonderausschuss zu Pflegefragen unter Leitung von Landeshauptmann Peter Kaiser, LHStv.in Beate Prettner und Günther Wurzer. Das Ergebnis: Im Land Kärnten tue man alles dafür, dass die Pfelgeversorgung weiterhin gesichert wird. Eventuell könnten in Zukunft auch Schüler im letzten Ausbildungsjahr für Betreuungsdienste herangezogen werden.

 2 Minuten Lesezeit (314 Wörter)

„Wir setzen alle Hebel in Bewegung und werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, um eine lückenlose Versorgung von Pflegebedürftigen in Kärnten weiterhin zu gewährleisten“, versicherten Landeshauptmann Peter Kaiser und Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Dienstag, im Anschluss an die Sondersitzung der Gesundheitsabteilung. „In außergewöhnlichen Situationen sind außergewöhnliche Schritte erforderlich: Da, wo notwendig, werden wir die Kapazitäten aufstocken. Wir treten mit freiwilligen Zivildienern ebenso in Kontakt wie mit dem Personal von Kur- und Rehakliniken. Auch ein Gespräch mit den Direktoren von Kärntner Pflegeschulen wurde bereits für morgen fixiert. Wir loten aus, ob eventuell Schüler im letzten Ausbildungsjahr für Betreuungsdienste herangezogen werden könnten,“ informierte Prettner.

24-Stunden-Betreuung in Heimen und Hotels

Besprochen wurden auch konkrete Hilfsmaßnahmen für die 24-Stunden-Betreuung: Aufgrund von Grenzschließungen steht die Gefahr im Raum, dass einige ausländische Betreuungskräfte in ihre Heimat – insbesondere Kroatien und Ungarn – heimkehren und die Agenturen keinen Ersatz bereitstellen können. „In diesem Fall ist eine konkrete Bedarfserhebung der allererste Schritt. Daher werden die Bürgermeister aller Gemeinden aufgefordert, uns Rückmeldungen zu liefern. Es ist zu klären, wie viele Betroffene tatsächlich Hilfe benötigen – oder wo eine Versorgung durch Angehörige, durch Ehrenamt, durch mobile Dienste gesichert werden kann“, so Prettner. Wo das nicht möglich ist, werde eine Betreuung in Pflegeheimen oder aber in Hotels angedacht. „Der Bund hat zugesichert, für die Versorgung in Hotels die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen“, erklärte Kaiser dazu.

„Es wird aufgestockt, was notwendig ist“

Wie Prettner darüber hinaus informierte, werde das Stundenkontingent für mobile Dienste erhöht: „Es wird aufgestockt, was notwendig ist.“ Kaiser, Prettner sowie Gesundheitsabteilungsleiter und Koordinator Günther Wurzer versicherten jedenfalls, alles dafür zu tun, um die Pflegeversorgung der älteren Bevölkerung in Kärnten weiterhin lückenlos sicherzustellen.

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