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Eine Verordnung der Regierung, dass Baustellen gestoppt werden, gibt es noch nicht. Die Baugewerkschaft fordert jedoch, sofort eine solche Verordnung zu erlassen.
Eine Verordnung der Regierung, dass Baustellen gestoppt werden, gibt es noch nicht. Die Baugewerkschaft fordert jedoch, sofort eine solche Verordnung zu erlassen. © Pixabay

Wegen Kritik an Dienstnehmern:

Coronavirus: „Manche MÜSSEN einfach noch zur Arbeit“

Kärnten – Immer wieder schreiben uns derzeit Leserinnen und Leser und kritisieren, dass weiterhin Menschen auf den Straßen anzutreffen sind und in manchen Unternehmen weiterhin gearbeitet wird. Das sorgt bei vielen für große Kritik, andere meinen: "Manche MÜSSEN einfach noch arbeiten und dürfen dafür nicht verurteilt werden."

 4 Minuten Lesezeit (500 Wörter)

„Warum wird auf dieser Baustelle noch gearbeitet?“, oder: „Wieso hat dieser Betrieb immer noch geöffnet?“, sind nur zwei der Fragen, die uns viele Kärntnerinnen und Kärntner in den letzten Tagen gestellt haben. Die verordneten Ausgangsbeschränkungen und Betriebsschließungen der Bundesregierung sollten, so die Meinung vieler Leser, strenger eingehalten werden.

„Arbeiter dürfen nicht verurteilt werden“

Doch auch andere Meinungen erreichen uns immer wieder. Vor kurzem meinte etwa ein 5-Minuten-Leser: „Manche Personen MÜSSEN einfach noch arbeiten. Unternehmen können teilweise unter Einhaltung bestimmter Sicherheitsvorschriften weiter in Betrieb sein.“ Daher sei ein Verurteilen von Personen, die trotz der Maßnahmen der Bundesregierung weiterhin zum Arbeitsplatz kommen müssen, oft nicht fair.

Betriebsschließungen in vielen Bereichen

Von den verordneten Betriebsschließungen sind sehr viele Kärntner Unternehmen betroffen. Auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich ist zu lesen: „Das Betreten des Kundenbereichs von Betriebsstätten des Handels, von Dienstleistungsunternehmen sowie von Freizeit- und Sportbetrieben zum Zweck des Erwerbs von Waren, der Inanspruchnahme von Dienstleistungen oder der Benützung von Freizeit- und Sportbetrieben ist untersagt.“ Trotzdem gibt es etliche Ausnahmen von dieser Regel. Viele Arbeitnehmer müssen aufgrund unaufschiebbarer oder systemerhaltender Arbeiten weiterhin in ihre Unternehmen.

Ausnahmen bei Betriebsschließungen

Die Wirtschaftskammer stellt eine Kriterienliste bereit, welche Betriebe weiterhin geöffnet bleiben (Stand 17. März, 16.00 Uhr). Dazu zählen etwa:

  • öffentliche Apotheken
  • Lebensmittelhandel (einschließlich Verkaufsstellen von Lebensmittelproduzenten)und bäuerliche Direktvermarkter
  • Drogerien und Drogeriemärkte
  • Verkauf von Medizinprodukten und Sanitärartikel, Heilbehelfen und Hilfsmitteln
  • Gesundheits-und Pflegedienstleistungen
  • Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen,die von den Ländern im Rahmen der Behindertenhilfe-, Sozialhilfe-, Teilhabe-bzw. Chancengleichheitsgesetzeerbracht werden
  • veterinärmedizinische Dienstleistungen
  • Tankstellen
  • Lieferdienste
  • Öffentlicher Verkehr
  • Tabakfachgeschäfte und Zeitungskioske
  • KFZ-Werkstätten

Die vollständige Liste mit allen Ausnahmen findet ihr hier.

Ungewissheit am Bau

Am Montag gab die ASFINAG bekannt, alle nicht für den Verkehrsfluss notwendigen Baustellen zu schließen. Andere Bauunternehmen sind weiterhin in Betrieb und es gibt noch einige Arbeitnehmer, die auf Baustellen anzutreffen sind. Eine Verordnung der Regierung, alle Baustellen zu schließen, gibt es bis dato noch nicht. Österreichs Baugewerkschaft fordert jedoch eine solche Verordnung, wie das Industrie Magazin am gestrigen Dienstag berichtete.

Kontrollen gegen Verstoße

Natürlich gibt es aber auch einige Personen, die gegen die Ausgangsbeschränkungen aus nicht arbeitsrechtlichen Gründen verstoßen und damit andere leichtsinnig in Gefahr bringen. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, werden derzeit Kontrollen von der Polizei in der Öffentlichkeit durchgeführt um Menschenansammlungen aufzulösen. Personen, die in Heimquarantäne sind, werden regelmäßig auf deren Anwesenheit überprüft.

Danke für euren Einsatz

Natürlich sollte in der derzeitigen Situation konsequent vermieden werden, ohne wichtigen Grund ins Freie zu gehen. Viele Berufe können von Zuhause aus erledigt werden, die meisten Termine können verschoben werden. Trotzdem gibt es einige Kärntnerinnen und Kärntner, die derzeit unglaubliche Leistungen erbringen, sei es im medizinischen, sozialen oder wirtschaftlichen Bereich. Auch wir von der 5-Minuten-Redaktion sagen diesen Personen: „DANKE für euren Einsatz!“

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