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Politik - Klagenfurt
© Bettina Nikolic

Stadtrat Scheider:

Finkenstein als Vorreiter: Mieterlässe auch für Klagenfurt gefordert

Klagenfurt – Die Marktgemeinde Finkenstein geht mit positivem Beispiel voran und erlässt Monatsmieten für den kommenden April, wir haben berichtet. Nun fordert auch Stadtrat Christian Scheider in einer aktuellen Presseaussendung ähnliche Maßnahmen für Klagenfurt, um die Mieter zu entlasten.

 2 Minuten Lesezeit (319 Wörter) | Änderung am 18.03.2020 - 12.47 Uhr

Wie die Gemeinde Finkenstein heute bekannt gab, werden den Bürgerinnen und Bürgern die Monatsmieten der Stadt für April erlassen, wir haben berichtet. Stadtrat Christian Scheider schlägt vor, dass die Stadt die Miete bei den stadteigenen Gemeindewohnbauten zumindest im April aussetzten soll.

Mieten aussetzen

„Jobverlust und Verdienstausfall wird leider dazu führen, dass sich viele die Miete nicht mehr leisten werden können. Mit dieser Maßnahme würde man eine enorme Entlastung schaffen“, so Scheider. Er appelliert nun an die Zuständigen, entsprechende Maßnahmen zu setzen. „Die politischen Verantwortungsträger müssen jetzt Maßnahmen setzen um die sozial schwächeren Mitglieder unserer Gesellschaft bestmöglich zu unterstützen“, sagt Stadtrat Christian Scheider. Eine Aussetzung der Miete (oder ähnliche Maßnahmen) solle laut Scheider auch für jenes Kontingent an Wohnungen gelten, bei denen lediglich die Vergabe über die Stadt erfolgt. (Z.B. Kärntner Siedlungswerkt, Neue Heimat, etc.).

Beispiel für Genossenschaften

„Wohnungsgesellschaften bzw. -genossenschaften sollten sich aus Eigeninitiative heraus überlegen, welche Maßnahmen in der aktuellen Situation getroffen werden sollten“, so Scheider. Im Bereich der Privatwohnungen hat die Stadt keinen Einfluss auf die Mietvorschreibung. „Daher soll die Stadt ein Fond einrichten, mit dessen Mittel sozial schwache Mieter von Privatwohnungen unterstützt werden können“, meint der Stadtrat.

Einkaufsbons für sozial Schwache

Seit heute seien auch die zwei SOMA-Märkte in Klagenfurt geschlossen, berichtet Scheider. Die Kunden des SOMA hätten nun keine Möglichkeit mehr, günstige Lebensmittel zu erwerben. „Die Stadt soll Einkaufsbons zur Verfügung stellen. Diese Maßnahme soll die Mehrkosten im Vergleich zu einem üblichen Lebensmittelkauf ausgleichen“, sagt der Stadtrat.

Die politischen Verantwortungsträger der Stadt müssen nun im Sinne der Bürgerinnen und Bürger handeln und gezielte Maßnahmen ergreifen, fordert Scheider. „Die aktuelle Situation ist eine Herausforderung für alle. Besonders sozial schwächere Mitglieder unserer Gesellschaft brauchen jetzt bestmögliche Unterstützung“.​

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