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Leute - Kärnten
© Fotomontage/Pixabay/KK

Auch in Zeiten der Krise:

Trisomie 21: Nina und Oskar lassen sich nicht unterkriegen

Kärnten – Nina ist alleinerziehend und lebt mit ihrem 4-jährigen Sohn Oskar in St. Veit an der Glan. Das Besondere an Oskar? Er hat Trisomie 21 (Downsyndrom). Wir haben uns mit Nina unterhalten, um zu erfahren, wie Oskar und auch sie mit der Coronavirus-Krise umgehen.

 2 Minuten Lesezeit (359 Wörter) | Änderung am 25.03.2020 - 12.59 Uhr
„Mein Oskar ist ein putzmunterer 4-Jähriger und meines Wissens auch kein Risikopatient, deswegen habe ich auch keine Angst, davor das Virus zu bekommen, trotzdem bleiben wir zuhause um andere zu schützen. Er versteht zwar nicht ganz was vor sich geht“, erzählt uns Nina. Die beiden wohnen in St. Veit an der Glan und nutzen ihre Terrasse sehr gerne, wenn das Wetter mitspielt. Doch wie schaut der Alltag der Zwei aus? Nina erzählt uns ein wenig aus ihrem Leben mit Oskar und den Besonderheiten die es mit sich bringt.

Eine starke Bindung

„Die Maßnahmen der Regierung sind kein Sprint, sondern gleichen eher einem Marathon“, ein schöner Satz, mit viel Wahrheit dahinter. So gut wie möglich einen Alltag zu schaffen, das bekommt Nina gut hin und rät auch allen anderen Familien daran festzuhalten. Vormittags beschäftigen sie sich zuhause damit, zu spielen, Geschichten zu lesen und die Zeit zu zweit zu genießen. Nachmittags wird Kontakt mit den restlichen Angehörigen hergestellt. Auch mit seinem Papa telefoniert Oskar jeden Tag über FaceTime. „Wir haben das Glück einen starken Zusammenhalt erleben zu dürfen, was gerade in diesen Zeiten sehr wichtig für Oskar und mich ist“, die Alleinerzieherin hat eine gute Bindung zur ganzen Familie, aber am stärksten ist sie natürlich zu ihrem Sohn. 

„Wir sitzen alle im selben Boot“

In Zeiten wie diesen, sollten wir die Chance ergreifen und akzeptieren, dass wir alle im selben Boot sitzen, sei es gesund, krank, alt oder jung. „Im Prinzip sind nun dieselben Verhaltensregeln vordergründig, wie sie auch sonst gelten sollten: Seid verständnisvoll, geduldig, liebevoll und freundlich im Umgang mit euren Nächsten. Dass nun nicht mehr die eigenen Befindlichkeiten im Vordergrund stehen ist für die meisten Menschen vermutlich das Schwierigste in dieser Situation – aber genau das könnte auch der springende Punkt sein, der nun geändert werden darf. Das Virus macht aus uns eine Gemeinschaft – über die Grenzen und Vorurteile hinaus. Wir sitzen alle im gleichen Boot – nutzen wir die Chance, unseren Wertekompass neu auszurichten!“, schönes Schlusswort, danke Nina für die bewegenden Zeilen.

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