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Wirtschaft - Kärnten
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Wirtschaftskammer Kärnten

Kärntner Schutz­schirm für kleine und mittlere Unter­nehmen

Kärnten – Neben der gemeinsamen "Das pack ma!"-Initiative von Land Kärnten, Wirtschaftskammer und Landwirtschaftskammer für heimische Unternehmen und Direktvermarkter ist nun auch der nächste Schritt auf Landesebene gelungen: Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig und Finanzlandesrätin Gaby Schaunig haben heute der Kärntner Landesregierung ein Soforthilfepaket des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) vorgelegt. Eine aktuelle Presseaussendung der Wirtschaftskammer erklärt weitere Details.

 5 Minuten Lesezeit (606 Wörter) | Änderung am 24.03.2020 - 17.40 Uhr

Dieser erste Teil eines Kärntner Schutzschirms richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen vorwiegend aus dem Tourismus und der Gastronomie, die einen Überbrückungskredit aufnehmen und diesen von der Austria Wirtschaftsservice GmbH oder der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank im Zuge des „Coronavirus-Maßnahmenpakets“ mit einer Bundeshaftung besichern lassen. Die Förderung beträgt maximal zehn Prozent des neu aufzunehmenden Überbrückungskredits, mindestens jedoch 1.000 und maximal 50.000 Euro pro Unternehmen. Die Abwicklung erfolgt besonders unkompliziert: Die Antragstellung für die Bundesförderung wird vom KWF gleichzeitig als Antrag für die Kärntner Soforthilfe anerkannt; sie tritt rückwirkend mit 1. März 2020 in Kraft.

Härtefallfonds: Bitte warten

Weiter im Gang sind die Abstimmungen zwischen Vertretern von Bundeskanzleramt, Ministerien und Wirtschaftskammer zu dem vorerst mit einer Milliarde Euro dotierten Härtefallfonds. Bisher ist nur klar, dass er als Erste Hilfe im Notfall dienen wird: Weitere Schritte müssen und werden folgen. Die Wirtschaftskammer fungiert bei dieser Absicherungsmaßnahme, die sich vor allem an Unternehmen von null (EPU) bis zehn Mitarbeiter richtet, als kompetenter und regional vernetzter Dienstleister, der kostenlos die Beantragung und Auszahlung nach Vorgaben der Bundesregierung übernimmt. An entsprechenden Online-Lösungen wird mit Hochdruck gearbeitet: Laut Bundesregierung soll eine Antragstellung noch Ende dieser Woche möglich sein, die Auszahlung beginnt dann kommende Woche. Bitte registrieren Sie sich bei Interesse schon jetzt für den WKÖ-Newsletter zum Härtefallfonds, damit wir Sie sofort informieren können, wenn es Neuigkeiten gibt.

Banken rund um die Uhr

Wie wichtig ein funktionierendes Bankgeschäft ist, wird vor allem in Krisenzeiten deutlich. Die heimischen Banken stellen die Versorgung mit Bargeld sicher und garantieren einen reibungslosen Zahlungsverkehr, ohne den es keinen Handel geben würde, erklärte heute Herta Stockbauer, Obfrau der Sparte Banken und Versicherungen der Wirtschaftskammer Kärnten, in einer Medienaussendung zur aktuellen Situation. Die Mitarbeiter in den Service-Centern der Banken würden derzeit mit doppelt so vielen Anfragen konfrontiert wie bisher und Kundenberater sehen sich mit einer noch nie dagewesenen Flut an Förder- und Stundungsanträgen konfrontiert. Das Bankgeschäft findet dieser Tage – wie so vieles – vorwiegend online statt. Aber die Kärntner Banken sind in diesem Bereich sehr gut aufgestellt. Kunden, die noch nicht digital affin sind, werden Schritt für Schritt an das Thema herangeführt. Auch hier gilt: In Ausnahmesituationen kann ein wenig Geduld und Freundlichkeit nicht schaden.

Das pack ma!

Mittlerweile sind schon rund 1500 Kärntner Unternehmen auf der neuen regionalen Infoplattform „Das pack ma!“ angemeldet. Bäcker, Fleischer, viele Wirtshäuser, bäuerliche Direktvermarkter sowie zahlreiche andere Händler und Produzenten haben für ihre Kunden geöffnet, bieten oft Onlineshops und/oder Zustellservices. Damit auch der Osterhase seine vielen Geschenke heuer in Kärnten einkauft, werden wir in den kommenden Tagen die Kärntnerinnen und Kärntner verstärkt darauf hinweisen, wie sehr eine Bestellung bei einem heimischen Betrieb oder ein Gutschein für die Zeit danach im Moment helfen. Bitte nutzen auch Sie diese Einkaufsmöglichkeit – auch wenn sie vielleicht ein wenig komplizierter ist als ein Einkauf bei einem der Internetgiganten: Amazon&Co. helfen uns in dieser Situation kaum, unsere lokalen Geschäfte, Händler, Gastronomen und Produzenten aber sehr.

Danke!

Zum Abschluss spricht die Wirtschaftskammer Kärnten ein aufrichtiges Dankeschön aus: An alle Unternehmerinnen und Unternehmer, die zum Teil unter schwierigsten Bedingungen ihren Betrieb und damit eine Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen für uns alle aufrechterhalten; und selbstverständlich an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen, die auch mit hohem persönlichen Einsatz jeden Tag für ein Stück Normalität und Sicherheit in einer ansonsten sehr außergewöhnlichen und beunruhigenden Zeit sorgen.

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