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Rund 310 Testungen täglich

Kärnten liegt bei Testungen über dem Österreich­schnitt

Kärnten – In Kärnten wurde bisher mehr getestet als im österreichweiten Schnitt. ILV Kärnten untersucht seit heute Abstrichproben.

 3 Minuten Lesezeit (434 Wörter)

„In einer Zeit der allgemeinen Verunsicherung ist es notwendiger denn je, die Bevölkerung aufzuklären, sie zu sensibilisieren und sie vor allem umfassend zu informieren: Fakten statt Gerüchte“, appellierte heute, Dienstag, Gesundheitsreferentin Beate Prettner in der Pressekonferenz nach der Regierungssitzung. „Daher ist es mir ein Anliegen klarzustellen, dass Kärnten mehr Testungen durchgeführt hat als der österreichweite Schnitt. Leider wird in diversen Gerüchten das genaue Gegenteil behauptet“, so Prettner. Ab heute, Dienstag, untersucht auch das Institut für Lebensmittelsicherheit, Veterinärmedizin und Umwelt (ILV) des Landes Kärnten Abstrichproben auf das Coronavirus. Die rechtlichen Grundlagen dafür wurden von der Bundesregierung geschaffen.

Testungen werden aufgestockt

Prettner legte folgende Fakten vor: Bis gestern, Montag, Abend wurden österreichweit knapp 25.000 Tests abgenommen. „Bei einem Bevölkerungsanteil von 6,2 Prozent müsste Kärnten demnach 1.550 Tests durchgeführt haben, um im exakten Durchschnitt zu liegen. Tatsächlich aber wurden in Kärnten 1.893 Tests genommen. Das heißt: Kärnten liegt eindeutig über dem österreichischen Schnitt“, betonte Prettner. Zudem erklärte die Gesundheitsreferentin: „Aktuell ist es uns möglich, täglich rund 310 Testungen zu machen. Die Zahl wird laufend aufgestockt. Wenn wir für das Klinikum bis zum Wochenende ein völlig neues Testverfahren erhalten, wird sich die Zahl der Testungen vervierfachen: Dann wird es nämlich möglich sein, alleine im Klinikum statt bisher 100 Tests 800 Tests pro Tag zu analysieren. In Summe ergibt das 1.100 Testungen pro Tag in Kärnten.“

Spitalsärztliche Versorgung gesichert

Einmal mehr hielt Prettner fest, dass sich bis dato kein Arzt in Ausübung seines Berufes infiziert habe: „Es ist mir sehr wichtig, die Bevölkerung dahingehend zu beruhigen. Unsere Krankenanstalten sind coronafrei – jeder Patient, der eine spitalsärztliche Versorgung benötigt, erhält diese selbstverständlich auch in einem absolut gesicherten Umfeld“, versicherte Prettner.

Nur amtliche Proben werden untersucht

Zur Untersuchung von Abstrichproben im ILV erklärt dessen Direktor Gunther Vogl, dass nur amtliche Proben von Nasen- und Rachenabstrichen untersucht werden. „Die Laborkapazitäten müssen für die amtlichen Proben freigehalten werden, damit die wesentlichsten Untersuchungen zum Schutz der Bevölkerung und im Sinne der Maßnahmen der Bundesregierung schnell und sicher erfolgen können“, so Vogl. Er weist zudem darauf hin, dass im ILV selbst keine Abstriche durchgeführt werden. Außerdem werden Proben, die nicht auf dem amtlichen Weg eingebracht werden, nicht angenommen.

Die Probenabnahmen bzw. Testungen werden zum Großteil in den Krankenhäusern sowie im Auftrag des Landes Kärnten vom Roten Kreuz durchgeführt. Das Rote Kreuz arbeitet mit vier mobilen Teams sowie zwei stationären Teams in den Städten Klagenfurt und Spittal.

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