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Wirtschaft - Villach
© Kölzer

Gewerbe oder landwirtschaftlicher Betrieb?

Villacher Gärtnerei angezeigt: 600 Euro Strafe

Villach – Von der Bundesregierung wurde klar geregelt, dass Gewerbebetriebe zu schließen sind und landwirtschaftlich produzierende Betriebe geöffnet haben dürfen. Doch ganz so einleuchtend ist es anscheinend doch nicht, wie das Beispiel der Gärtnerei Kölzer zeigt. Die Gärtnerei ist beides und wurde nun angezeigt.

 2 Minuten Lesezeit (284 Wörter) | Änderung am 25.03.2020 - 11.37 Uhr

„An erster Stelle steht immer der Schutz der Risikogruppen, sowie alles daranzusetzen, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Aber auch die Gesundheit meiner neun Mitarbeiter und wirtschaftliche Faktoren wie der Erhalt der Arbeitsplätze sind für mich äußerst wichtig“, beschreibt Inhaber Harald Kölzer gegenüber 5 Minuten die derzeitige Situation. „Als landwirtschaftlicher Betrieb dürfen wir weiterhin unserer Tätigkeit nachgehen und unsere Gemüsepflanzen, Kräuter, Erde, Dünger, aber auch Blumen an unsere Kunden verkaufen.“

600 Euro Strafe

Die Gärtnerei Kölzer ist mit dem Blumengeschäft aber auch als Gewerbe gelistet, was zu einigen Unklarheiten und in Folge auch zu einer Anzeige führte. „Die Polizei hat sich bei mir gemeldet und mir eine Strafe von 600 Euro zugestellt“, erfahren wir auf Anfrage. Den Handel mit Schnittblumen, Topfpflanzen und Zubehör hat der Betrieb komplett eingestellt. „Leider waren die Beamten nicht gänzlich über die Sonderregelung der produzierenden Betriebe informiert“, ärgert sich Kölzer. Er hat gegen die Anzeige Berufung eingelegt. „Mein Betrieb ist halb Gewerbe, halb Landwirtschaft. Das Blumengeschäft ist bereits geschlossen und als landwirtschaftlicher Betrieb darf ich weiterhin geöffnet haben.“ Wie uns Magistratsjurist Alfred Winkler von der Stadt Villach bestätigt, wird der Fall derzeit geprüft.

Klare Regelung seitens der Bundesregierung

„Die Verunsicherung ist derzeit auch bei anderen Betrieben groß“, weiß Kölzer. „Wir haben uns jedoch genauestens informiert und von der Bundesregierung ist klar geregelt, wer geöffnet haben darf, und wer nicht.“ Die Gärtnerei verkauft derzeit nur alle landwirtschaftlich, selbst erzeugten Produkte. „Dies ist seitens der Bundesregierung durch eine Ausnahmeregelung erlaubt“, so Kölzer abschließend. „Man wird sehen, wie das rechtlich weiter geht.“

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