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Politik - Villach
In der Villacher Stadthalle wurde ein Notquartier mit 50 Betten eingerichtet.
In der Villacher Stadthalle wurde ein Notquartier mit 50 Betten eingerichtet. © Stadt Villach

Betten werden nur im Notfall genutzt

Stadthalle als Notquartier: Politiker schlägt Hotels vor

Villach – Seit Tagen werden im ganzen Land Sporthallen - wie in Villach die Eishalle - als medizinische Notunterkünfte für den äußersten Ernstfall in der derzeitigen Corona-Krise hergerichtet, wir haben berichtet. Die Betten werden nur im äußersten Notfall für leicht erkrankte Menschen benutzt, heißt es seitens der Stadt. Nun schlägt ein Politiker auch die Nutzung von Hotels vor.

 2 Minuten Lesezeit (288 Wörter) | Änderung am 26.03.2020 - 14.00 Uhr

In Villach ist ein weiteres Notquartier in der Stadthalle entstanden, wir haben berichtet. Das Rote Kreuz hat am Dienstagabend 50 Betten angeliefert und aufgebaut. Die Halle sei Teil eines größeren Plans, der auch Hotels, Jugendherbergen etc. umfasst. Wie die Stadt gegenüber 5 Minuten betont, sind die Betten in der Halle die letzte Option, wenn es wirklich keine andere Möglichkeit mehr gibt.

Hotels für medizinischen Ernstfall rüsten

Für Wernbergs FPÖ-Chef Markus di Bernardo sieht in den derzeit leerstehenden Hotels eine weitere Möglichkeit zur Notunterbringung von erkrankten Menschen. „Diese wären eine menschenwürdige Notalternative, wenn unsere Krankenhäuser wirklich einmal überlastet sein sollten“, so di Bernardo. „Wollen wir wirklich, dass unsere Kranken und Alten im hoffentlich nicht eintretenden äußersten Ernstfall auf Feldbetten in Sporthallen untergebracht werden? Wir befinden uns doch nicht im Krieg oder in der Zeit nach zum Beispiel einem Erbeben oder ähnlichen!“, teilt Wernbergs FPÖ-Chef Markus di Bernardo mit. Für ihn sei die Villacher Eishalle als medizinische Notunterkunft keine Option, um möglicherweise den ganzen Raum Villach mit dem Umland versorgen zu können. Die derzeit leerstehenden Hotels wären die bessere Lösung, meint er. „Warum bereitet man nicht die vielen leerstehenden Hotels und Pensionen für den Ernstfall vor, um die leichten medizinisch zu versorgenden Fälle unterbringen zu können? Dies wäre eine menschenwürdige Notalternative, wenn unsere Krankenhäuser wirklich einmal überlastet sein sollten und alle Kapazitäten für die Schwersterkrankten brauchen“, so di Bernardo. Laut ihm müsste in schweren Zeiten wie diesen auch das – wie gerade viele andere Sonderlösungen zeigen – rechtlich machbar sein. Die betroffenen Unternehmer sollen natürlich mit einer Sonderzahlung durch den Staat abgegolten werden.

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