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Aktuell - Kärnten
© Stadt Villach

Alternativen werden laufend geprüft

Hotels als Not­fall­quar­tiere wären denk­bar

Kärnten – „Laufend werden vom Land Möglichkeiten für Notfallquartiere geprüft“, so Landespressesprecher Gerd Kurath gegenüber 5 Minuten. Vorbeugend werden zurzeit Sporthallen in Villach und Klagenfurt dementsprechend ausgestattet. Auch Hotels, Reha- oder Kurzentren wären laut Kurath eine mögliche Alternative. Seitens der Politik gab es bereits Forderungen nach Notfallquartieren in Tourismusbetrieben.

 2 Minuten Lesezeit (275 Wörter)

Derzeit gebe es laut Landespressesprecher Gerd Kurath für Patienten noch genügend Platz in Krankenhäusern. „Laufend werden aber andere Möglichkeiten geprüft, sollte es zu Engpässen kommen“, so Kurath. Demnach wären Reha- und Kurzentren oder auch Hotels als Ausweichmöglichkeit denkbar. Momentan sei aber kein Bedarf an solchen Maßnahmen gegeben. „Im Ernstfall, also wenn wirklich ein Bedarf an Notfallquartieren da ist, kann innerhalb von 24 bis 48 Stunden in Rehazentren alles darauf ausgerichtet werden“, weiß Kurath. Vorbeugend gibt es bereits Notfallquartiere in der Villacher Stadthalle und der Klagenfurter Tennishalle. „Damit man im Notfall schnell Möglichkeiten hat“, erklärt Kurath.

Tourismusbranche könne der Bevölkerung jetzt helfen

Auch seitens der Politik gab es bereits Forderungen nach Notfallquartieren in Tourismusbetrieben. Die diesbezügliche Nutzung von Sporthallen stieß hingegen auf Kritik. „Kranke und Alte dürfen in einer hoffentlich nicht eintretenden äußersten Notsituation nicht in Turn- oder Sporthallen auf Feldbetten untergebracht werden. Wo bleibt hier die Würde? Bund und Land müssen hier leerstehende Hotels und Pensionen heranziehen. Den Betreibern muss dann natürlich eine Sonderzahlung zugestanden werden“, so Markus Dolinar (FPÖ), Politiker aus Klagenfurt-Land.

„Hotels wären eine menschenwürdige Notalternative„

Für Wernbergs FPÖ-Chef Markus di Bernardo ist die Maßnahme, Sporthallen als Notquartiere zu verwenden, ebenfalls absolut unverständlich und nicht akzeptabel. „Wollen wir wirklich, dass unsere Kranken und Alten im Ernstfall auf Feldbetten in Sporthallen untergebracht werden?“, teilt Markus di Bernardo seinen Unmut mit. Für ihn seien Sporthallen als medizinische Notunterkunft keine Option. „Hotels und Pensionen wären eine menschenwürdige Notalternative, wenn unsere Krankenhäuser wirklich einmal überlastet sein sollten“, so di Bernardo.
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