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Wirtschaft - Kärnten
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Baugipfel:

Bund plant ein­heit­liche Vor­gaben für Bau­wirt­schaft

Kärnten – Österreichweit soll es einheitliche Vorgaben für Bautätigkeiten in der aktuellen Situation geben. Darüber hinaus appellieren LHStv.in Gaby Schaunig und LR Martin Gruber Kurzarbeit intelligent zu nützen und Bauvorhaben dort weiterhin umzusetzen, wo Hygiene-, Abstands- und Sicherheitsvorschriften eingehalten werden können.

 4 Minuten Lesezeit (504 Wörter)

Zu einem Gespräch über die Situation in der Kärntner Bauwirtschaft luden Arbeitsmarkt- und Wohnbaureferentin LHStv.in Gaby Schaunig und Straßenbaureferent Landesrat Martin Gruber die Spitzen der Kärntner Sozialpartner sowie des Arbeitsmarktservice. Unisono wurde die Ankündigung von Bundesseite begrüßt, dass es österreichweit einheitliche Vorgaben für Bautätigkeiten in der aktuellen Situation geben wird. Darüber hinaus gibt es einen gemeinsamen Appell, Kurzarbeit intelligent zu nützen und Bauvorhaben dort weiterhin umzusetzen, wo Hygiene-, Abstands- und Sicherheitsvorschriften eingehalten werden können.

Gruber: „Land will Bauwirtschaft unterstützen“

Schaunig und Gruber betonten, dass von Landesseite keine Pönale eingefordert und Bauzeitpläne angepasst werden, wenn Unternehmen Leistungen aufgrund der für die Sicherheit der Mitarbeiter einzuhaltenden Vorschriften im Zusammenhang mit der Pandemie nicht oder verzögert bzw. nicht zeitgerecht ausführen können. „Damit ist unser Signal an die Bauwirtschaft ganz klar: Wir werden keine Verträge auflösen, sollte sich ein Unternehmen außer Stande sehen unter den aktuellen Umständen Aufträge fortzuführen oder aufzunehmen. Als öffentlicher Auftraggeber wollen wir die Bauwirtschaft unterstützen und damit Arbeitsplätze sichern“, so Straßenbaureferent Gruber.

„Ausschreibungen des Landes werden weiter vorgenommen“

„Deshalb werden auch Ausschreibungen des Landes weiter vorgenommen, um sicherzustellen, dass nach Covid-19 eine entsprechende Auftragslage bei den Unternehmen gegeben ist und in der Zwischenzeit Kurzarbeit als geeignetes Mittel zur Aufrechterhaltung der Dienstverhältnisse in Anspruch genommen werden kann“, sagt Schaunig. „Schon in der nächsten Regierungssitzung will Schaunig einen Akt zur Förderung von weiteren rund 100 Wohnungen aus dem Wohnbauprogramm zur Beschlussfassung vorlegen.

Wedenig: „Arbeitsausmaß nicht völlig auf null reduzieren“

„Die Corona-Kurzarbeit ist ein attraktives Modell, das Unternehmen in Krisenzeiten unterstützen soll und es ihnen gleichzeitig ermöglicht Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu halten“, betont Peter Wedenig, Landesgeschäftsführer des AMS Kärnten. „Gerade bei Bauunternehmen ist es aber ganz entscheidend, dass sie ihr Arbeitsausmaß nicht völlig auf null reduzieren.“ Auch Timo Springer, Präsident der Industriellenvereinigung Kärnten warnte davor, ein so komplexes System der gegenseitigen wirtschaftlichen Abhängigkeiten kurzfristig herunterzufahren. Die Gesundheit der Mitarbeiter sei grundsätzlich das höchste Gut. Es müsse aber möglich sein, die Baustellen unter Einhaltung aller nötigen Sicherheitsmaßnahmen weiter zu betreiben.

„Oft keine Möglichkeit, die Schutzbestimmungen einzuhalten“

Laut Alois Peer, MBA, Landesgeschäftsführer der Kärntner Gewerkschaft Bau – Holz gebe es auf vielen Baustellen keine Möglichkeit, die Schutzbestimmungen einzuhalten, Schutzausrüstung wie Atemmasken und Handschuhe würden fehlen, die Möglichkeit der Einhaltung des Sicherheitsabstands sei während des Arbeitsprozesses nicht immer gegeben. „Wir fordern daher bundesweite Richtlinien und klare Handlungsanweisungen, wie auf den Baustellen vorzugehen ist“, so Peer. „Ich begrüße daher die Vorgangsweise des Landes, auf Baustellen, wo dies nicht sichergestellt werden kann, keine Pönale zu verrechnen und die Bauzeitpläne entsprechend anzupassen.“

„Die Wirtschaftskammer wird gemeinsam mit der ARGE Bau einen Leitfaden mit Empfehlungen für schutzkonformes Arbeiten auf der Baustelle ausarbeiten und den Unternehmen zur Verfügung stellen“, so Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl

 

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