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Wirtschaft - Villach
Das Team aus Wernberg kann sich über eine positive Bilanz freuen.
Das Team aus Wernberg kann sich über eine positive Bilanz freuen. © KK

Einkaufshilfen in der Region gut angenommen:

Die Einkaufshilfe wird zur Erfolgsgeschichte

Wernberg/Villach – Die Corona-Krise verlangt viel von unserer Gesellschaft ab. Doch gerade in dieser schweren Zeit bestätigt sich, dass die Kärntner zusammenhalten. Wernberg hat als eine der ersten Gemeinden vorgezeigt wie es geht: Im Rahmen der Sozial-Initiative „Wernberger für Wernberger“ rund um Gemeindevorstand Markus di Bernardo wurde bereits am 13. März 2020 eine Einkaufshilfe für unsere älteren Mitbürger und andere Risikogruppen gestartet. Auch die „Einkaufshilfe“ der Stadt Villach erweist sich als wahre Erfolgsgeschichte. 

 4 Minuten Lesezeit (570 Wörter) | Änderung am 31.03.2020 - 14.08 Uhr

Die Sozial-Initiative „Wernberger für Wernberger“ wurde vor über einem Jahr gegründet, um kostenlose Vorträge und Schulungen in den Bereichen Pflege, Gesundheit und Recht anzubieten. Nun wurde die Initiative aufgrund der Corona-Krise um ein Hilfsangebot erweitert.

„Jede Woche mehr und mehr Anfragen“

„Seit über zwei Wochen sind wir jetzt schon für unsere Mitmenschen im Einsatz, um vor allem für die ältere Generation und vorerkrankte Personen die Besorgungen des täglichen Bedarfs zu erledigen. Gerade unsere Großelterngeneration war immer für uns da, nun sind wir am Zug und für sie da“, erläutert Wernbergs FPÖ-Chef und Gemeindevorstand Markus di Bernardo den Grundgedanken der Einkaufshilfe.

Von Lebensmitteleinkäufen über Apothekengänge bis zu Botendiensten oder Postgeschäften wird bereits seit dem Bekanntwerden der Ausgangsbeschränkungen am 13. März so ziemlich alles von den freiwilligen Helfern erledigt. „Der Ernst der Lage ist bei vielen der Risikogruppen erst etwas zeitversetzt angekommen, wir bekommen nun jede Woche mehr und mehr Anfragen besorgter Wernberger. Bis jetzt durften wir schon um die 50 Einkäufe tätigen“, so di Bernardo weiter. In Zahlen ausgedrückt wurden so bereits Besorgungen im Wert von etwa 4.000 Euro erledigt und rund 400 km von den Helfern zurückgelegt.

„Danke für den großartigen Einsatz“

„An dieser Stelle ist es mir auch ein großes Anliegen den freiwilligen Helfern für ihren großartigen Einsatz danke zu sagen, ohne sie wäre die Einkaufshilfe in dieser Form nicht möglich. Aber auch den Kunden der Einkaufshilfe und der gesamten Bevölkerung möchte ich danken, denn nur durch ihre Disziplin gelingt es, dass wir alle gemeinsam noch schneller durch diese schwere Zeit kommen“, freut sich di Bernardo und betont dabei, dass man aber jetzt nicht lockerlassen dürfe.

„Wir müssen noch weiter Disziplin bei den Ausgangsbeschränkungen beweisen und Zusammenhalt zeigen, damit wir bald wieder unser gewohntes Leben führen können. Wir dürfen jetzt keinesfalls nachlässig bei den Vorsichtsmaßnahmen werden“, bittet Markus di Bernardo um noch weitere Geduld der Bevölkerung.

Auch in Villach läuft es gut

Als Erfolgsgeschichte erweist sich auch die „Einkaufshilfe“ der Stadt Villach, dem Stadtmarketing (STAMA) und den freiwilligen Helfern. Bis heute gab es rund 200 Zustellungen, je die Hälfte waren individuelle Einkaufslisten bzw. sogenannte „Sozialkistln“ des Vereins „Together“. In diesen Kisten befinden sich Grundnahrungsmittel. Derzeit sind 28 Helferinnen und Helfer im Stadtgebiet von Villach im Einsatz, zehn weitere stehen parat, falls die Zahl der Aufträge steigt. „Die Einkaufshilfe ist ein wunderbares Zeichen gelebter Solidarität. Gesunde und mobile Menschen helfen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die derzeit nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen“, freut sich Bürgermeister Günther Albel.

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In Villach kann man ebenfalls eine gute Bilanz ziehen.

In Villach kann man ebenfalls eine gute Bilanz ziehen. - © KK

Die Hilfe wird sogar in Wien bemerkt

Abgewickelt wird die Hilfsaktion über das STAMA. Bei der Hotline 0664 60 205 3030 gehen die Anrufe ein, Mitarbeiter des STAMA verteilen die Aufträge via WhatsApp. „Das System ist effizient und beschwerdefrei“, sagt STAMA-Geschäftsführer Gerhard Angerer. „Wir erhalten jeden Tag Dankesschreiben und – anrufe.“ Zuletzt habe sich eine Frau aus Wien bedankt, deren betagte Mutter von der „Einkaufshilfe“ versorgt wird. 95 Prozent der Menschen bezahlen ihre Einkäufe bar, der Rest überweist. Auch dieser Teil wird über das STAMA abgewickelt. Zu erreichen ist die Einkaufshilfe unter der Nummer: 0664 60 205 3030 von Montag bis Samstag in der Zeit von 9 bis 17 Uhr.

 

 

 

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