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Wirtschaft - Villach
Thomas Rettl möchte sein Geschäft am Montag wieder aufsperren, um dort Schutzmasken zu verkaufen.
Thomas Rettl möchte sein Geschäft am Montag wieder aufsperren, um dort Schutzmasken zu verkaufen. © KK

Villacher Schneider übt Kritik:

„Gleiches Recht für Alle – Wir sperren wieder auf!“

Villach – Der bekannte Villacher Kultschneider Rettl hat große Pläne. Am kommenden Montag möchte er sein Geschäft wieder aufsperren um dort Gesichtsmasken zu verkaufen. Von der Wirtschaftskammer fordert er eine klare Antwort, ob dies erlaubt ist oder nicht. Er übt scharfe Kritik an einer Ungleichbehandlung von kleinen Unternehmen gegenüber Großkonzernen in der Coronakrise.

 2 Minuten Lesezeit (344 Wörter) | Änderung am 02.04.2020 - 21.46 Uhr

„Da wir nun Schutzmasken anbieten, also ein Produkt das von der Bevölkerung dringend gebraucht wird, sehe ich mich dazu berechtigt, diese auch in unserem Geschäft zu verkaufen“, schreibt Thomas Rettl an die Wirtschaftskammer und fordert Aufklärung. Eine klare Auskunft, ob eine solche Geschäftseröffnung gesetzlich erlaubt sei, gab es bis zum jetzigen Zeitpunkt seitens der Wirtschaftkammer laut Rettl bisher noch nicht. „Es kann nicht sein, dass große Unternehmen offen haben, aber kleine Betriebe, bei denen es um die Existenz geht, schließen müssen“, kritisiert Rettl.

Rettl fordert Gerechtigkeit

„Als einer der wenigen in Kärnten übergebliebenen Textilproduzenten stellen wir nun auch Schutzmasken her“, erzählt Thomas Rettl, Inhaber von Rettl 1868 Kilts & Fashion in Villach. Am kommenden Montag will er deshalb sein Geschäft in der Freihausgasse 12 wieder aufsperren um dort die Gesichtsmasken im berühmten Rettl Look zu verkaufen. „Da es sich um ein Produkt handelt, das von der Bevölkerung derzeit dringend benötigt wird, sollte ich diese auch in meinem Geschäft verkaufen dürfen“, so Rettl. Generell übt der Kärntner Kult-Kilt Schneider starke Kritik an der aktuellen Regelung. „Große Supermarktketten dürfen ihren Betrieb fortführen, obwohl sie dort neben Lebensmitteln oft noch Kleidung, Spielzeuge und andere Produkte anbieten. Kleinbetriebe, die um ihre Existenz kämpfen, müssen jedoch schließen. Es ist eine Frechheit, was sich Großunternehmen alles erlauben können“, bemängelt Rettl und fordert Gerechtigkeit.

Öffnet der Betrieb am Montag?

„Sollte es zu der Eröffnung kommen, werden selbstverständlich nur die von der Bevölkerung dringend benötigten Schutzmasken verkauft“, versichert Rettl. Die Leute sollen das Geschäft außerdem nur Einzeln oder mit genügend Abstand betreten dürfen. Seitens der Wirtschaftskammer wünscht sich der Unternehmer mehr Unterstützung für Kleinbetriebe, eine rasche Auskunft über die Rechtssituation und eine genauere Kontrolle der Großunternehmen. Ob sein Geschäft wirklich wie geplant am Montag öffnen kann, ist derzeit noch unklar. 5 Minuten Villach wird natürlich über den weiteren Verlauf berichten.

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