fbpx

Zum Thema:

13.07.2020 - 22:08Heute scheint im Großteil Kärntens länger die Sonne13.07.2020 - 19:33Rotes Kreuz in Feldkirchen sucht unterstützende Mitglieder13.07.2020 - 18:41Bundesheer erneut für Kärntner Grenzen angefordert13.07.2020 - 16:45Bei DM kann man Corona-Tests online kaufen
Politik - Kärnten
SYMBOLFOTO © Pixabay

Nach Koordinationssitzung:

„Schutz-Maßnahmen in Pflegeheimen viel zu spät angeordnet“

Kärnten – LHStv.in Beate Prettner informierte heute, am 4. April 2020, im Rahmen einer Pressekonferenz über die aktuellen und geplanten Maßnahmen in den Kärntner Pflegeheimen. Kritik hagelt es seitens der FPÖ. Es sei, laut den Freiheitlichen, verantwortungslos, dass die Gesundheitsreferentin bis jetzt zugewartet habe. Diese Meinung teilt auch Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer und vermisst außerdem die versprochene Ausweitung der Testkapazitäten.

 3 Minuten Lesezeit (479 Wörter)

Kärnten sei bis dato das einzige Bundesland gewesen, dass, laut Prettner, Infizierungen von Pflegeheimen fernhalten konnte. Bisher gibt es nur einen gemeldeten Fall in einem Kärntner Pflegeheim. Bereits mit Eintreffen des Coronavirus seien konkrete Maßnahmen gesetzt worden. Zudem stehe die Sachverständige in engem Kontakt mit den Kärntner Pflegeheimen. Des Weiteren wurden auch die Kärntner Heime dieser Tage mit Schutzmasken ausgestattet. 5 Minuten hat berichtet. Eine Maßnahme, welche von der FPÖ Kärnten schon seit Wochen gefordert wurde. Es sei, laut den Freiheitlichen, verantwortungslos, dass Gesundheitsreferentin bis jetzt zugewartet habe.

Darmann: „Maßnahmen sind schon längst überfällig“

„Diese Maßnahmen sind schon längst überfällig“, so der Freiheitliche. „Trotz mehrmaligen Aufforderungen zum Handeln und regelmäßigen Hilfeschreien aus dem Pflege- und Gesundheitsbereich wurde bis dato für keine ausreichende Ausstattung mit den entsprechenden Sicherheitsmasken, Handschuhen und Einwegmäntel gesorgt“, so der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Gernot Darmann. Wie der Freiheitliche betont, sei dies seit vielen Wochen ein Gebot der Stunde.

Der notwendige Schritt sei zu kurz gegriffen

Wie Prettner weiters berichtete, werden ab nächster Woche in Kärnten alle Neuzugänge und alle Pflegeheimbewohner, die von einem Krankenhausaufenthalt zurückkehren, auf Corona testen. Dieser Schritt sei auch für Darmann dringend notwendig, aber zu kurz gegriffen. „Auch besorgniserregende Auffälligkeiten unter den bisherigen Klienten sowie bei den Pflegekräften selbst seien vorrangig Tests im Sinne der aktiv zu schützenden Hochrisikogruppe zuzuführen“, so der Freiheitliche.

„Schutz-Maßnahmen in Pflegeheimen wieder zu spät angeordnet“

In einer Reaktion auf die heutige Pressekonferenz der Landesregierung zu den Themen Pflege und Senioren spricht auch Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer von „prinzipiell richtigen Maßnahmen, die aber wiederum viel zu spät kommen.“ Köfer habe bereits vor Wochen darauf gedrängt, das Pflegepersonal und die Pfleglinge besser zu schützen und im Bereich der Pflegeheime auf massiv mehr Corona-Tests zu setzen: „Warum hört man nicht oder erst so spät auf unsere berechtigten Warnrufe? Es muss erst was passieren, dass man dann, verspätet, reagiert.“ Leider musste es scheinbar zu dem Vorfall in einem Pflegeheim in Unterkärnten kommen, dass die zuständigen Regierungsmitglieder erkennen, dass die Vorkehrungen, wie vom Team Kärnten gefordert, massiv und rasch verbessert werden müssen, führt Köfer aus, der sich weiterhin für flächendeckende Tests in den Heimen einsetzt.

Köfer vermisst versprochene Ausweitung der Testkapazitäten

Was Köfer heute zudem kritisiert, ist die Tatsache, dass die von der Landesregierung versprochene Ausweitung der Testkapazitäten weiter auf sich warten lässt: „Viel versprechen und wenig halten ist leider scheinbar die Devise.“ Köfer dankt heute insbesondere allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im besonders schwierigen Pflege- und Sozialbereich tätig sind: „Sie sorgen dafür, dass das Pflegesystem aufrechterhalten bleibt und gehen dafür täglich an die eigenen Leistungsgrenzen.“

Kommentare laden
ANZEIGE