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Wirtschaft - Kärnten
© Pixabay

Im Kampf gegen internationale Großkonzerne

E-Commerce: „Kauft lokal, das geht auch digital!“

Österreich/Kärnten – Bei einer heutigen Pressekonferenz informierten Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (beide ÖVP), CEO Georg Pölzl (Österreichische Post AG) und CEO Markus Mair (Styria Media Group) über gemeinsame Initiativen zur Stärkung des österreichischen E-Commerce.

 5 Minuten Lesezeit (651 Wörter) | Änderung am 07.04.2020 - 13.30 Uhr

Die Digitalisierung verändert unser aller Leben. Dies zeigt sich besonders jetzt in Zeiten der Coronavirus-Krise. Schüler lernen zu Hause, Menschen arbeiten im Home-Office. „Auch die Geschäftsmodelle verändern sich“, freut sich Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. „Viele Österreicher haben begonnen ihr Kaufverhalten zu hinterfragen und geben österreichischen Händlern eine Chance“, so Schramböck. Damit helfen die Österreicher dem heimischen Handel und vor allem den kleinen Familienbetrieben und den KMU´s. „Die Regierung hat dafür Rahmenbedingungen geschaffen, um uns gegen die großen internationalen Großkonzerne zu behaupten.“

Regionaler Online-Marktplatz

Auf oesterreich.gv.at/onlinemarktplatz profitieren nicht nur Kunden, die regional einkaufen wollen, sondern hier finden auch kleine Unternehmen eine Möglichkeit Wissen zu erhalten, wie man einen Onlineshop gestaltet. „Dieses Spezialangebot macht es kleineren Händlern möglich, die Ostern aktiv zu nutzen und ihre Waren online anbieten zu können“, so Schramböck. „Das Ziel ist es den großen internationalen Anbietern die Stirn zu bieten.“

Digitaler Lebensmittelhandel

„Auch bei Lebensmitteln wird der Onlinehandel immer wichtiger“, so Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger. Es zeichne sich bereits in den letzten Jahren dieser Trend ab. „Österreich hat gute eine Ausgangslage und einen hohen Selbstversorgungsgrad, dank unserer Bäuerinnen und Bauern. Wir können uns darauf verlassen, dass die Versorgungsketten aufrecht erhalten bleiben.“ Die  Landwirtschaft sei derzeit aber in einer schwierigen Situation, da die Abnehmer in der Gastronomie und dem Tourismus weggebrochen sind. Um diesen Verlust auszugleichen wurde die Plattform frischzumir.at gegründet. „Über 600 Betriebe haben sich bereits eingetragen und bieten ihre bäuerlichen Erzeugnisse an. Auch Wirte können auf dieser Plattform ihre frischegekochten Speisen anbieten und sie dann liefern oder zum Abholen bereitstellen“, so Köstinger. „100.000 Bürger haben die Plattform in den ersten 10 Tagen bereits genutzt, um sich dort umzusehen.“ Dies sei eine wichtige Stütze für die bäuerlichen Betriebe. Als weitere Entwicklung wurde eine Verknüpfung zu oesterreich.gv.at/onlinemarktplatz geschaffen. „Die Online-Angebote sind eine gute Möglichkeit auch nach Krise die regionale Wertschätzung zu erhalten.“

Paketgeschäft im Vormarsch

„Die Hauptaufgabe der österreichischen Post ist es Österreicher mit Paketen und Briefen zu Versorgen“, so CEO Georg Pölzl von der Österreichischen Post AG. „Wir verzeichnen einen Rückgang bei der Werbepost um 70%, dafür entwickelt sich das Paketgeschäft gut“, so Pölzl. „Wir nehmen eine verstärkte Zunahme im E-Commerce wahr.“ Der Anteil des österreichischen E-Commerce würde ansteigen. „Wir wollen Aktivitäten des österreichischen Handels unterstützen und haben den Marktplatz shöpping.at ins Leben gerufen.“ Derzeit wird ein Osterpaket geschnürt, dass die österreichischen Händler und Produzenten zu Shöpping bringen soll. „Shöpping ist mit etwa 700 Händler der größte Marktplatz dieser Art“, so Pölzl. Die Aufnahme sei für die Händler kostenlos. Die Vergütung ist variabel. Die Paketlieferungen erfolgen durch die Post. Payment: Neue Bank 99 hat ein EPU-Konto im Angebot. Das Konto läuft mit nur 4 Euro Monatsgebühr. „Es gibt keine versteckten Gebühren. Damit werden attraktive Rahmenbedingungen für EPUs geschaffen“, so Pölzl.

Willhaben als Marktplatz

„Die Online-Plattform Willhaben wurde 2006 gegründet und ist aus der Kleinanzeige entstanden“, so CEO Markus Mair von der Styria Media Group. Der Markplatz, den bereits jeder zweite Österreicher/in regelmäßig nutzt, ist mittlerweile herangewachsen und bietet rund 7,5 Millionen Produkte, Dienstleistungen und Jobs an. „Mit März haben wir versucht den österreichischen Händlern zu helfen. Die Krise hat eindrucksvoll gezeigt, dass eine strategisch gut durchdachte Symbiose zwischen analogen und digitalen Möglichkeiten notwendig ist“, so Mair. Viele kleine Händler haben keinen eigenen Onlineshop. „Wir konnten helfen, indem wir die Einbindung von Händlershops auf willhaben möglich machten. So können die kleinen Betriebe die gesamte Reichweite von willhaben nutzen und mit wenig Aufwand Händlershop in Gang setzten.“ Es laufe auch eine Kooperation mit Landwirt.com um ein Booster für diesen Bereich sein zu können.

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