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Politik - Kärnten
© pixabay

Tierschutz-Minister Anschober fordert

„Tierleid an den Grenzüber­gängen muss endlich ein Ende haben!“

Kärnten/Österreich – Tierschutz-Minister Rudi Anschober unterzeichnete einen Erlass für Verschärfung der Auflagen bei Tiertransporten.

 2 Minuten Lesezeit (315 Wörter)

Mehr als 200 Millionen Säugetiere werden jedes Jahr lebend quer durch Europa transportiert. Vor allem die langen Fahrten von Kälbern nach Spanien und trächtigen Jungkühen nach Kasachstan und Usbekistan stehen in der Kritik. Schon unter normalen Umständen sind Lebendtiertransporte quer durch Europa und die Welt eine Tortur für die Tiere, aber in Zeiten der Corona-Pandemie droht sich die Situation an den Grenzen noch einmal zu verschärfen. Nahezu täglich melden sich Tierschützerinnen und Tierschützern bei Minister Anschober. Durch Verzögerungen und Staus bei der Grenzabwicklung, so die Berichte, stünden Tiere bei Lebendtiertransporten zusätzlich stundenlang eingepfercht in den Lastwägen.

Tiertransporte ganz zu verbieten sei derzeit nicht möglich

„Tiertransporte aus Österreich heraus gänzlich zu verbieten, ist derzeit EU-rechtlich nicht möglich, wir bemühen uns aber um Verbesserung: Daher habe ich am gestrigen Karfreitag einen Erlass für verschärfte Auflagen bei Tiertransporten unterzeichnet“, so Anschober und weiter: „Damit sind klare Auflagen für derartige Transporte festlegt. Die Amtstierärzte werden angewiesen, im Rahmen der sogenannten Plausibilitätsprüfung, Tiertransporte nur abzufertigen, wenn ein rascher Transport gewährleistet werden kann, hierfür sind längere Wartezeiten an den Grenzübergängen zu berücksichtigen.“

Das Leiden der Tiere soll vermindert werden

Zusätzlich müssen sich die Transporteure verpflichten, nach dem Transport einen Foto- oder Videobeweis zu erbringen, der die Situationen beim Grenzübertritt und beim Entladen der Tiere dokumentiert. Mit dieser Auflage wird gewährleistet, dass die Tiere nicht stundenlang an Grenzübergängen leiden, sondern die gesetzlichen Tierschutzstandards eingehalten werden. „Dies ist ein erster Schritt, um das Leiden der Tiere zu vermindern. Aufgrund der Corona-Krise musste ich den geplanten Tierschutzgipfel verschieben. Dieser wird aber ehestmöglich nachgeholt, um weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der Tiere festzulegen. Jede Tierfreundin und jeder Tierfreund werden mich hoffentlich dabei unterstützen“, so Minister Anschober

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