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Wirtschaft - Kärnten
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Fakten und Tipps für ,,Werkln'' zuhause

Vorsicht beim ,,Werkln“: KFV warnt vor mehr Heimwerkunfällen

KFV – Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) erwartet, dass die Heimwerkunfälle ansteigen werden. Schon unter normalen Bedingungen ereignen sich, laut dem KFV, mehr als 14.000 solcher Unfälle jährlich in ganz Österreich. Das KFV bittet daher um besondere Vorsicht beim Heimwerken und bei Tätigkeiten im Garten. Passende Schutzkleidung und Gerätekenntnisse seien besonders wichtig.

 4 Minuten Lesezeit (480 Wörter) | Änderung am 12.04.2020 - 16.53 Uhr

Kommende Woche sperren die Baumärkte wieder auf. Schon jetzt wird ein besonderer Ansturm auf die Geschäfte erwartet. Schließlich möchte man die kleineren und größeren Projekte in Garten, Haus oder Wohnung in Zeiten der Covid-19 Ausgangsbeschränkungen in Angriff nehmen. Schon unter normalen Bedingungen ereignen sich in Österreich, laut dem KFV, mehr als 14.000 Heimwerkunfälle die im Krankenhaus behandelt werden müssen.

Ein Anstieg der Unfälle wird erwartet

Für die kommenden Wochen erwartet das KFV hier noch einen Anstieg. Schon jetzt berichten Ärzte aus mehreren Krankenhäusern in Österreich von besonders schweren Unfällen. „Wir appellieren dringend an Österreichs Heimwerker die Unfallrisiken zu minimieren und die passende Schutzausrüstung zu verwenden“, erklärt Präventionsexpertin und KFV-Sprecherin Johanna Trauner-Karner. Der Großteil aller Heimwerkunfälle ist auf Ablenkung, Hektik oder Unachtsamkeit zurückzuführen.

Schutzkleidung ist das A und O

Ein Drittel der Verletzungen, die durch Unfälle beim Heimwerken entstanden sind, sollen Schnitt-, Säge- und Stichverletzungen sein. Diese entstehen häufig bei Arbeiten mit Motorsäge, Flex, Messer, Hobelmaschine, Nägeln oder Kreissäge. „Bei der Arbeit mit Geräten ist besondere Vorsicht geboten. Umfassende Kenntnis zum betreffenden Gerät ist hier ebenso wichtig wie das Tragen passender Schutzkleidung“, so Trauner-Karner.

„Wer mit einer Kettensäge hantiert sollte unbedingt eine Schnittschutzhose tragen. Besteht die Gefahr, von herumliegenden Teilen getroffen zu werden, so ist das Tragen einer Schutzbrille ein Muss.“ Eine weitere häufige Unfallart sind, laut dem KFV, Stürze. Jeder Fünfte soll sich bei einem Sturz verletzten – etwa bei einem Sturz von der Leiter.

Oft sind die Finger betroffen

Knapp zwei Drittel (64 Prozent) aller Verletzungen beim Heimwerken sollen die oberen Extremitäten betreffen. Ob ein falscher Schlag mit dem Hammer oder ein falscher Handgriff: Besonders gefährdet sind die Finger. 45 Prozent aller Verletzungen betreffen einen oder mehrere Finger. Die häufigsten Verletzungsarten sind Knochenbrüche und offene Wunden. Aber auch Amputationen sind immer wieder notwendig.

KFV-Sicherheitstipps fürs Heimwerken

  • An Profis orientieren. Hobbyhandwerker sollten sich z.B. mit der Wahl der richtigen Schutzausrüstung an Handwerks-Profis orientieren.
  • Passende Schutzkleidung tragen. Je nach Tätigkeit sollten Schutzbrille, Atemschutz, Gehörschutz und Schutzhandschuhe getragen werden. Bei der Arbeit mit Geräten ist körpernahe Kleidung zu wählen.
  • Nie unter Zeitdruck arbeiten. Zeitintensive Arbeiten sollten auf mehrere Tage aufgeteilt werden oder alternativ zusätzliche Unterstützung herangezogen werden.
  • Neue Geräte in Ruhe „kennenlernen“. Vor der ersten Inbetriebnahme sollte unbedingt die Betriebsanleitung gelesen werden. Dem sollte nach Möglichkeit eine Einschulung beim Händler oder Geräteverleiher vorangehen.
  • Geräte ausschalten bzw. ausstecken. Vor allem wenn es notwendig ist, in ein Gerät hineinzugreifen, muss das Gerät zuvor ausgeschaltet bzw. ausgesteckt sein. Greifen Sie niemals in sich bewegende Teile!
  • Bei der Verwendung von Leitern auf einen sicheren Stand achten.
  • Sich nicht überfordern – bei anstrengenden Arbeiten öfter Pausen machen.
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