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Aktuell - Villach
Im Medienbericht des ORF Kärnten wurde die
Im Medienbericht des ORF Kärnten wurde die "mangelnde Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen", zum Beispiel in der Villacher Henselkaserne beschrieben. © 5min.at

"Ansteckungsgefahr" bei Rekruten:

„Mangelnde Schutz­maßnahmen“ in Villacher Kasernen sorgen für Kritik

Villach – Am heutigen Ostermontag, dem 13. April, berichtete der ORF Kärnten von "mangelnden Schutzmaßnahmen" in Villacher Bundesheer-Kasernen. Zu viele Soldaten würden demnach in den dortigen Zimmern schlafen und auch der Mindestabstand könne oft nicht eingehalten werden. Die aufgezeigten Mängel sorgen für Kritik, etwa von FPÖ-Landesparteichef Gernot Darmann und Gerhard Köfer vom Team-Kärnten . 

 4 Minuten Lesezeit (488 Wörter) | Änderung am 14.04.2020 - 10.11 Uhr

Wie der ORF Kärnten heute berichtete, werden die verordneten Corona-Schutzmaßnahmen in Kärntner Kasernen, etwa in der Lutschounigkaserne und der Henselkaserne in Villach, teilweise nicht eingehalten. Wie aus dem Medienbericht hervorgeht, habe ein Rekrut aus der Lutschounigkaserne erzählt, dass dort teilweise bis zu acht Personen in einem Raum schlafen. Beim Einnehmen von Speisen oder auch in Pausen würden die Rekruten oft eng zusammensitzen.

Kein Minimalbetrieb in Henselkaserne

Neben den räumlichen Problemen in der Lutschounigkaserne berichtete der ORF Kärnten auch von dem regen Betrieb in der Villacher Henselkaserne. Dort sei von einem „Minimalbetrieb“ wenig zu spüren. Täglich seien rund 20 Kaderangehörige und 40 Rekruten in der Kaserne anwesend. Schutzmasken würden nur selten getragen.

Rekruten bekamen Schutz-Unterweisung

Seitens des Kärntner Militärkommando heißt es im ORF-Bericht, dass jeder Diensthabende in den Kärntner Kasernen eine Unterweisung erhalten habe, welche Schutzmaßnahmen einzuhalten seien. Auch eine Broschüre liege überall auf. Dennoch gesteht auch Kärntens Militärkommandant Walter Gitschthaler ein, dass die Unterkünfte, etwa in der Henselkaserne, teilweise nichtmehr zeitgemäß sind.

Rekrut: „Wir sind das Bundesheer und vom Epidemiegesetz ausgenommen“

Als Reaktion auf die Kritik an den vom ORF Kärnten beschriebenen Mängeln in den Villacher Kasernen, meldete sich ein Rekrut aus der Lutschounigkaserne bei uns. Er bestätigt die Mehrbettzimmer und dass der Mindestabstand, etwa auch in den Nassräumen, oft nicht eingehalten werden kann. Trotzdem möchte er festhalten: „Wir sind das Bundesheer! Wir sind vom Epidemiegesetz ausgenommen und wir sind das Rückrad der Regierung. Bei so einer Menschenmenge kann der Abstand ab und zu einfach nicht eingehalten werden.“ Gerade in der aktuellen Situation ist er von der Notwendigkeit des Bundesheeres überzeugt.

FPÖ-Darmann: „Soldaten brauchen Schutz und Hilfe“

Mit Unverständnis reagiert der Kärntner FPÖ-Landesparteichef Klubobmann Gernot Darmann auf die aktuellen Probleme in der Henselkaserne und der Lutschounig-Kaserne in Villach. „Hier scheitert es am Geld“, heißt es in einer aktuellen Presseaussendung. Die Ausbildung von 40 Grundwehrdienern müsse so gestaltet werden, dass das Corona-Ansteckungsrisiko für die Rekruten gesenkt wird. Er kritisiert: „Unsere Soldaten geben nicht nur Schutz und Hilfe, sie brauchen diese auch selbst von der für sie zuständigen Bundesregierung. Man fragt sich, wo der oberste Befehlshaber des Heeres, der Bundespräsident bleibt“, so der FPÖ-Chef. Abschließend fordert Darmann in der Aussendung: „Die Finanzierung der für den Schutz nötigen organisatorischen Maßnahmen muss von der Bundesregierung sichergestellt werden. Das altbekannte ÖVP-Muster, dem Bundesheer trotz vollmundiger Ankündigungen Geld vorzuenthalten, muss ein Ende haben“.

Köfer: „Räume müssen desinfiziert werden“

Kritik kommt auch von Gerhard Köfer vom Team Kärnten. Er forderte in einer heutigen Presseaussendung ebenfalls, den Schutz für Soldaten zu verbessern. Mindestabstände sollten eingehalten und Masken getragen werden. Außerdem müssten die Räume in den Kasernen regelmäßig desinfiziert und die Anzahl der Testungen erhöht werden.

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