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Politik - Kärnten
© Fotomontage: Pixabay / 5min.at

Lockerungen im Gesundheitssystem

Kranken­anstalten und Arzt­praxen sollen schrittweise in Normalbetrieb gehen

Österreich/Kärnten – Bei einer heutigen Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Die Grünen), Herwig Ostermann (Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH) und Michael Binder (Medizinischer Direktor Wiener Krankenanstaltsverbund) wurde über die "Schrittweise Normalisierung im Gesundheitsbereich" informiert.

 4 Minuten Lesezeit (503 Wörter) | Änderung am 17.04.2020 - 11.38 Uhr

Wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober anführt, breitet sich das Coronavirus aktuell weltweit immer noch besorgniserregend aus. Insgesamt sind weltweit 2,1 Millionen mit dem Coronavirus Infizierte registriert. Die Hauptzahl liegt hierbei in den USA. „In Österreich ist die Lage stabil“, so Anschober. Insgesamt gibt es österreichweit 14.534 Personen, die jemals mit dem Coronavirus infiziert waren, das ist ein Plus zu gestern von 0,8 %. „Das ist einmalig in Europa. Wir bewegen uns also bei rund 1% Steigerung pro Tag“, erklärt Anschober. Von gestern auf heute wurden 107 Neuinfizierte gemeldet. Erfreulicherweise stehen demgegenüber 718 Neugenesene. Insgesamt sind derzeit 909 Personen in krankenhäuslicher Behandlung und 227 Patienten auf der Intensivstation. „Wir sind auf einem guten Weg und können derzeit eine repräsentative Reproduktionszahl von 0,63 erreichen.“ Bisher sind 431 Todesfälle in Österreich in Verbindung mit dem Coronavirus vermeldet worden.

Schrittweise Öffnung im Gesundheitssystem

Anschober spricht von dem Bemühen, eine zweite Welle der Pandemie zu verhindern. Mit den schrittweisen Lockerungen sind natürlich auch Schwankungen der Neuerkrankungen zu erwarten. Nun wird mit der Planung begonnen, die Krankenanstalten und Arztpraxen schrittweise wieder an den Normalbetrieb heranzuführen. „Dies wird regional differenziert ausgeführt. Der Schutz unseres Gesundheitssystems hat oberste Priorität“, so Anschober. Die Bundesländer würden sich heirbei eng abstimmen. Die restriktiven Regelungen bleiben aufrecht und es wird weiterhin ausreichend Reservekapazitäten an Betten geben. Es gäbe eine klare Vorgabe seitens der Ärztekammer, die der Gesundheitsminister unterstützt. In Arztpraxen wird nach wie vor eine telefonische Voranmeldung forciert, es gilt strikte Wartezimmer- und Abstandsregelung und die Patienten sollen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. „Ein erster Schritt ist die Regelversorgung, es wird jedoch noch keine Normalsituation in Spitälern geben“, gibt Anschober zu bedenken. Notwendige Reservekapazitäten an Betten sollen noch bestehen bleiben.

Welche Regelungen in Kärnten umgesetzt werden, wird bei einer heutigen Pressekonferenz um 11.55 Uhr des Landes Kärnten noch bekannt gegeben. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden.

Keine Viren in Krankenanstalten schleppen

„Wir werden uns an diesen Prozess des schrittweisen Normalbetriebes gewöhnen müssen“, meint Michael Binder (Medizinischer Direktor Wiener Krankenanstaltsverbund). Wichtig sei, dass keine Coronaviren in die Krankenanstalten gebracht werden. „Dies ist nur mit Teststrategien möglich, die teilweise bereits von vielen Krankenhäusern durchgeführt werden“, so Binder. „Die Akutversorgung war bislang immer gewährleistet. Nun wird ein weiterer Schritt Richtung Normalbetrieb gegangen, der sich über die nächsten Wochen erstrecken wird.“ Das Besuchsverbot bleibt bis auf Weiteres bestehen.

Prognose zeigt positiven Trend

Wie Herwig Ostermann (Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH) erläutert, ist ein durchaus positiver Trend bei den Zahlen zu verzeichnen. Es sind abnehmende Zuwachsraten zu erkennen und die Zahl der Neuinfizierten soll auch weiterhin deutlich abnehmen. „Die Zahl der Genesenen nähert sich den Modellabbildungen an, was sehr erfreuliche Nachrichten sind“, so Ostermann. „Wir gehen davon aus, dass sich die Neuerkrankungen weiterhin bei 100-150 Fällen pro Tag bewegen werden.“ Derzeit könne es aber zu Schwankungen bei den Zahlen kommen, da noch nicht genau gesagt werden kann, wie sich die Osterfeiertage und die ersten Geschäftsöffnungen auswirken werden.

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